Zürich (CH)

Zürcher Theater Spektakel 2026
13.08. – 30.08.2026

Das Zürcher Theater Spektakel setzt 2026 einen Schwerpunkt zur bedrohten Demokratie und zur Kraft von Gemeinschaft. Vom 13. bis 30. August widmen sich rund ein Dutzend Projekte, Installationen, Podien und andere Gesprächsformate mit internationalen, nationalen und lokalen Gästen den dringlichen Fragen unserer Zeit, etwa als Pre-Enactment oder bei Talking on Water. Zwei Projekte holen die Stadtgesellschaft auf die Bühne und schaffen echte Begegnung. Darüber hinaus gibt es wie immer die ganze Bandbreite von Theater, Tanz, Konzerten oder zeitgenössischem Zirkus zu entdecken

www.theaterspektakel.ch

Luzern (CH)

Lucerne Festival Summer 2026
13.08 – 13.09.2026

Das erste Sommer-Festival unter der Leitung des neuen Intendanten Sebastian Nordmann steht unter dem Motto «American Dreams» und präsentiert über 120 Veranstaltungen an insgesamt 32 Tagen, vom 13. August bis 13. September. Nordmanns Programm bewahrt den künstlerischen Kern des grössten Klassik-Festivals der Schweiz und entwickelt das Profil gleichzeitig weiter: Die renommiertesten internationalen Solist*innen und Orchester bilden den Schwerpunkt des Konzertkalenders, 20 Sinfonieorchester treten in nur einem Monat auf. Das Lucerne Festival Orchestra gestaltet sechs Abende sowie zwei «Klassik für alle: 40min», und die Lucerne Festival Academy wird erstmals von ihrem neuen künstlerischen Leiter, dem Komponisten, Klarinettisten und Dirigenten Jörg Widmann geleitet. Darüber hinaus gibt es auf allen Ebenen Neues zu entdecken: zum Beispiel innovative Konzertformate wie «Mittendrin», spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche mit «Luege Lose Erläbe», das neue «Klassik für alle: Open Air» am Tag vor der offiziellen Eröffnung. Der Geiger Augustin Hadelich tritt als diesjähriger «artiste étoile» in vier Konzerten auf, Mark Andre übernimmt die Rolle des composer-in-residence.

www.lucernefestival.ch

 

The Erlkings, Foto © Austrian Tourist Office Peak Motion Films

Sindelfingen

New Classical Music Festival
25.09. – 11.10.2026

Unter dem Motto „Musik bewegt“ aktiviert es vom 25. September bis 11. Oktober 2026 die Region Sindelfingen/Böblingen mit einem exquisiten Konzert- und Workshop-Programm.
Nur wo Bewegung ist, eröffnen sich neue Perspektiven. Für Bewegung und neue Perspektiven, in musikalischer wie emotionaler Hinsicht, sorgt einmal mehr das New Classical Music Festival. Konzipiert vom Künstlerischen Leiter David Hanke, setzt das Festival sein Jahresmotto buchstäblich in die Tat um. Und so fangen Maschinen an zu grooven, musikalische Traditionen gehen aufeinander zu, unterschiedliche Klangwelten verbinden sich und es treten Instrumente ins Rampenlicht, die allzu oft links liegen gelassen werden.
Die Lust an Bewegung, an frischem Wind und am Musizieren jenseits enger Genre-Grenzen – sie gehört im Wortsinn zur DNA der Festivalgründer. Schließlich treten die Hanke Brothers mit Blockflöte, Viola, Klavier und Tuba auch nicht gerade in der üblichen Quartettbesetzung auf. Klassisch ausgebildet, aber mit ihrer Instrumentenkombination in keine Schublade passend, sind die vier Brüder die perfekten Botschafter für eine neue Spielart von Klassik. New Classical Music hat dem Festival seinen Namen gegeben, und der Erfolg des Formats ist der beste Beweis dafür, welches enorme Potential in dieser „unlimitierten“ Musik steckt. Mehr noch, wie diese freiere Auffassung von Klassik gerade junge Menschen begeistern kann.

www.newclassicalmusicfestival.de

© Andreas Behrendt, Perleberg

Perleberg

RAUM – KLANG – BILD – PERLEBERG 2026

Perleberg, mit seiner dreischiffigen gotischen Hallenkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, der Stadtkirche St. Jacobi auf dem Großen Markt der ehemaligen Hansestadt bietet den idealen Aufführungsort für eine Vielzahl von Konzerten und kulturellen Veranstaltungen unter der künstlerischen Leitung des Komponisten, Chorleiters und Kirchenmusikers der Gesamtkirchengemeinde Perleberg, Andreas Behrendt.
KLANG – BILDER im geistlichen und weltlichen Kontext.
RAUM – KLANG aus Vergangenheit und Gegenwart.                                                          
Illuminierte RAUM –BILDER machen auf raffinierte Weise architektonische Details im anderen Licht erfahrbar. Das Prignitzer Chorprojekt Perleberg unter der Leitung des künstlerischen Leiters lädt ein zu Mitmach-Konzerten. Weltlich, geistlich, interkonfessionell, Konzerte, im Dialog mit anderen Kulturen und Epochen. Ensembles für Alte Musik und international renommierte Jazzsolisten.
Highlight - Samstag, 26.09.2026 um 20 Uhr
Dialogkonzert – The Expanding Time - Die sich ausdehnende Zeit
Steinharfe, Mittelalterlicher Vokalmusik, Jazz, Improvisationen und Neue Musik sowie Sufi Lyrik Radia von Basra - Rasha Ragad (Rezitation) Uli Kempendorf (Saxofon), Kalle Kalima (E-Gitarre), Andreas Behrendt (Komposition/Orgel) Burkard Wehner (Vokalensemble Vox Nostra)        

www.abclassics.de                                                                                                                      

© Sophia Hegewald für Beethovenfest Bonn

Bonn

Beethovenfest
03.09.–03.10.2026

Das Beethovenfest Bonn gehört zu den größten und innovativsten Klassikfestivals in Deutschland. Beethoven wuchs in Bonn auf und erlebte hier seine prägendsten Jahre. Das Festival möchte den Geist des jungen, progressiven und zugewandten Beethoven weitertragen und ein Umfeld für Künstler:innen schaffen, Beethovens Werk im 21. Jahrhundert erlebbar zu machen. Alljährlich im September veranstaltet das Beethovenfest rund 80 Konzerte – vom großen internationalen Orchester bis hin zum Pop-Act – sowie Talks, Ausstellungen und Workshops für alle Menschen.

www.beethovenfest.de

Lera Auerbach © Cezary Rucki

Dortmund

Zeitinsel-Festival
mit Lera Auerbach
05. – 07.11.2026

Lera Auerbach ist nicht nur eine weithin anerkannte Dirigentin, Pianistin und Komponistin. Auch als preisgekrönte Dichterin und bildende Künstlerin hat sie sich einen Namen gemacht. Mit ihr widmet das Konzerthaus Dortmund das Zeitinsel-Festival der Saison 2026/27 einer der gefragtesten und spannendsten kreativen Stimmen.

In enger Zusammenarbeit mit Lera Auerbach hat das Konzerthaus ein Zeitinsel-Festival geplant, das neben ihren Hauptwerken, Kammermusik und Einblicken in ihre Kunst auch neue, für das Konzerthaus eigens konzipierte Projekte umfasst. Der Auftakt am 5. November bringt direkt eine Uraufführung: Das Ariel Quartet, mit dem die Komponistin eine lange Zusammenarbeit und viel gemeinsame Konzerterfahrung verbindet, hebt das vom Konzerthaus Dortmund beauftragte 11. Streichquartett aus der Taufe. Auch eins von Auerbachs Kernwerken, die Sinfonie »Arctica«, erfährt eine Neuerung: Die Komponistin arbeitet das Werk nach Begegnungen mit Ältesten verschiedener indigener Volksgruppen um und ergänzt Texte in den Sprachen der Inuit: »Es schöpft aus arktischen Mythen, ihrer Sprache und elementaren Kräften. Es lauscht dem Norden nicht als Territorium, sondern als Orakel«, erklärt sie. Diese »Arctica« befasst sich natürlich mit der unfassbaren Schönheit der Arktis, ihren Klängen wie dem traditionellen Kehlkopfgesang, aber auch mit der Frage, wie die Arktis sich in Zeiten des Klimawandels verändert. Wichtiges Element der Aufführung ist neben Bildern, die in Kooperation mit »National Geographic« gezeigt werden, die Mitwirkung von Inuit an der Sinfonie und am vertiefenden Gespräch im Salon mit Intendant Raphael von Hoensbroech. Dazu macht ein reiches Instrumentarium die Welt der Arktis hörbar, darunter eine Schamanentrommel, Whistles, Eisblöcke und ein Theremin, das Töne ohne Berührung praktisch aus der Luft erzeugt und dem das Publikum auch in einem Workshop näherkommen kann.

Zum Abschluss des Festivals erklingt Lera Auerbachs monumentales Werk »72 Angels« durch Chorwerk Ruhr und das Raschèr Saxophone Quartet. Wo »Arctica« sich der realen Welt und der Verletzlichkeit des globalen Ökosystems zuwendet, richtet »72 Angels« den Blick in den Himmel. Auerbach entwirft ein überkonfessionelles Klanggebäude, das 72 Engelsnamen in Musik umsetzt und die Tradition verschiedener Kulturen – ob abrahamitische Religion, hinduistische Devas oder zoroastrische Yazatas – durch das Motiv der Engel miteinander verbindet. Mit dem Schluss-Epilog, einer leisen Meditation, die auf Obertönen basiert, endet die Zeitinsel. Sie kann etwas in uns anstoßen, Fragen an unsere Zeit stellen in Bezug auf den Menschen und sein Verhältnis zu Natur, Technologie und Macht – damit, wie Lera Auerbach es ausdrückt, »etwas übrigbleibt«.

www.konzerthaus-dortmund.de

Tuned

Ein bundesweites Netzwerk wird ins Leben gerufen zwischen Festivals, die künstlerisch, programmatisch und organisatorisch bereits neue Konzertformen und Arbeitsweisen erproben und dabei je eigene Innovationsansätze, programmatische Profile und Produktionsbedingungen repräsentieren. Dafür ausgewählt wurden zunächst das Beethovenfest Bonn, die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit dem Detect Classic Festival, das Mozartfest Würzburg, das Festival PODIUM Esslingen, die Thüringer Bachwochen und die Initiative TONALi Hamburg. Die Festivalpartner im Netzwerk sollen gemeinsam und je eigenständig neue Modelle und Ansätze bei der Konzertgestaltung etwa im Umgang mit Partitur, Komposition, Inszenierung, Kontextualisierung, Choreografie und Kanon entwickeln. Gleiches gilt im Bereich der Organisation etwa bei der Entwicklung nachhaltiger Touring- und Residenzmodelle oder dem Aufbau langfristiger künstlerischer Kooperationen. Neue Ideen sollen auch für die Zusammenarbeit mit dem Publikum oder lokalen Musikszenen ausprobiert werden.

Vom 10. bis 12. November 2025 fand das tuned Ideenfestival zur Zukunft der Klassik im Anneliese Brost Musikforum Ruhr in Bochum statt. Mehr als 300 Teilnehmende aus der Klassikszene waren dabei, darunter Leitungen von Festivals, Konzerthäusern, Orchestern und freien Ensembles, Komponistinnen, Dramaturgie, Kulturmanagement sowie Vertreter aus Forschung, Hochschulen und Verbänden.

https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/projekte/musik_und_klang/detail/tuned.html

Musikfest auf dem Lande, Pronstorf @ Christian Schaffrath

Schleswig-Holstein

Das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) 2026
04.07.–30.08.2026

Vom 4. Juli bis zum 30. August präsentiert das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) in seiner 41. Ausgabe ein stimmungsvolles Programm mit hochkarätigen musikalischen Erlebnissen. Im Zentrum stehen die schwedische Hauptstadt Stockholm und die Akkordeonistin Ksenija Sidorova.

Der kommende Festivalsommer versammelt eine Vielzahl international gefeierter Solistinnen und Solisten, darunter Anastasia Kobekina, Jan Lisiecki, Avi Avital, Yo-Yo Ma, Benjamin Appl, Martin Fröst, Håkan Hardenberger, Nina Stemme, Xavier de Maistre, Claire Huangci, Asya Fateyeva, Anne Sofie von Otter, Daniel Hope, Tabea Zimmermann, Ray Chen, Hilary Hahn, Daniil Trifonov, Hayato Sumino, Rolando Villazón, Midori, Vivi Vassileva, Grigory Sokolov und Jess Gillam. Darüber hinaus gestaltet der Posaunist und Sänger Nils Landgren, der 2026 seinen 70. Geburtstag feiert, eine Reihe von Konzerten: Bei seinem Debüt mit dem Festivalorchester treffen in Vincent Peiranis „Time Reflexions“ sinfonische Klänge auf fließende Jazz-Melodik. In einem Programm mit dem Geiger Daniel Hope spannt Nils Landgren einen weiten Bogen von Bachs Meisterwerken bis hin zu Stings zeitlosen Songs. In „Sonnets of Darkness and Love“ des schwedischen Komponisten Sven-David Sandström ist er in doppelter Funktion als Posaunist und Sänger mit dem Swedish Radio Choir zu erleben. Und gemeinsam mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra und einer Band aus Freunden präsentiert Nils Landgren sein Album „Love of my life“ mit anrührenden Eigenkompositionen und Songs von Cat Stevens, Leonard Bernstein, Kurt Weill, Joe Sample und Ida Sand.

www.shmf.de

Jürgen Grözinger am DJ Pult | © PhareaNutello


Klassik meets DJ-Sound Philharmonie Berlin trifft Berghain


Als Multipercussionist, Komponist, DJ, Klangtherapeut und Gestalter von Festival- und Radioprogrammen ist er vom Erleben von Klang und Rhythmus, von Farbe und Struktur von Musik fasziniert und möchte diese Leidenschaft mit seinem Publikum teilen und ihm vermitteln. Seine DJ-Sets – wie auch seine Konzertprogramme im Allgemeinen – versteht Jürgen Grözinger als Reisen für Geist und Seele, als Anregungen für Intellekt und Gefühl. Er möchte Räume kreieren, in denen Klassik, Pop, Jazz, World und Electronica unabhängig von Schubladen und auch fern von Mainstream-Erwartungen wahrgenommen werden.

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Soulfood Delivery 2021 | © Jakob Blumer

Zürich (CH)

guerillaclassics


guerillaclassics möchte eine breitere Sichtweise dessen fördern, was, wo und wie klassische Musiken sind und sein können. Indem wir mit Gewohnheiten und Normen brechen, schaffen wir Umgebungen und Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven auf klassische Musiken zusammenkommen, aufeinandertreffen und sich vermischen können. Wir wollen, dass klassische Musik ein offenes Forum für inspirierende Ideen und herausfordernde Hybride aus Alt und Neu, Vertrautem und Fremdem, Trost und Turbulenzen wird.

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