Basel (CH)
Neue Rituale [für das Ende der Welt] New Rituals [for the end of the world] Nouveaux Rituels
09.05.–09.08.2026
Die Ausstellung untersucht neue Rituale, die als Bewältigungsstrategien in der aktuellen Weltlage entworfen werden. Neue Technologien werden dabei oft mit spirituellen Praktiken verbunden. Kunstschaffende reagieren damit auf das Phänomen des „Reenchantment“ heutiger technologisierter Gesellschaften.
HEK Haus der Elektronischen Künste | www.hek.ch
Berlin
Klangkörper – Variationen über ein Thema der Kunst.
Eine Musik-Intervention im Bode-Museum
24.11.2026–07.03.2027
Die Ausstellung „Klangkörper“ spürt dem Sound ausgewählter Objekte im Bode-Museum nach – von spätantiken Textilien, mittelalterlichen Engelschören bis hin zu Antonio Canovas „Tänzerin“. Als Zusammenarbeit der Skulpturensammlung und des Museums für Byzantinische Kunst mit dem Hamburger Bahnhof und dem Musikinstrumenten-Museum, erkundet die Intervention den Dialog zwischen plastischer Kunst sowie Klang und Bewegung. Historische und moderne Musikinstrumente treten in Beziehung zu Kunstwerken, in denen Musik dargestellt ist. Dabei entstehen faszinierende Gegenüberstellungen, unerwartete Einblicke und sinnliche Erlebnisse, die Kunst sichtbar und hörbar machen.
Bode Museum | www.smb.museum/museen-einrichtungen/bode-museum/home/
Berlin
Ryuichi Sakamoto
11.09.2026–23.05.2027
Die erste große Retrospektive von Ryuichi Sakamoto in Europa beleuchtet seine vielfältige, innovative Praxis, darunter dreidimensionale Klanginstallationen, die in Zusammenarbeit mit internationalen Künstler:innen entstanden sind. Sakamoto arbeitet an der Schnittstelle von Klang und Kunst, die seit seiner Gründung vor 30 Jahren ein Markenzeichen des Hamburger Bahnhofs ist.
Hamburger Bahnhof, Nationalgalerie der Gegenwart | www.smb.museum/museen-einrichtungen/hamburger-bahnhof/home/
Karlsruhe
Elektronischer Streichelzoo
bis 02.08.2026
Das ZKM | Karlsruhe versteht sich als nützliches Museum, als „Useum“. In diesem Sinne hat sich auch der Elektronische Streichelzoo das Ziel gesetzt, nützlich zu sein und eine der wichtigsten Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts einzuüben: Die sichere Unterscheidung zwischen „natürlich” und „künstlich”. Aber auch andere Zukunftsfragen finden hier Raum: Können „weiche“ Roboter herkömmliche Streichelzoos und Haustiere ersetzen? Haben sie das Potential, einsamen Menschen zu mehr Lebensfreude zu verhelfen? Und ist ein Roboterstreichelzoo ein Schritt in die richtige oder eher in die falsche Richtung? Über diese und weitere Fragen wollen wir mit unserem Publikum ins Gespräch kommen. Der Elektronische Streichelzoo ist während den Öffnungszeiten des ZKM öffentlich und kostenlos zugänglich. Kinder können in Begleitung eines Erwachsenen jeweils etwa eine halbe Stunde Zeit mit den Robotermeerschweinchen verbringen. Auch Erwachsene ohne Kinder sind herzlich willkommen.

Bildcredit: © Foto: Steve Grohe
Connection Machine CM-2
25.03. – 02.08.2026
In den 1980er-Jahren entstand mit der Connection Machine CM-1, die vom amerikanischen Unternehmen Thinking Machines Corporation produziert wurde, ein Meilenstein nicht nur der Computer-, sondern auch der Designgeschichte. W. Daniel „Danny“ Hillis war der Erfinder der Maschine und führender Kopf des Vorhabens, den ersten kommerziellen Supercomputer zu entwickeln, der speziell für Aufgaben der künstlichen Intelligenz und parallelen Datenverarbeitung konzipiert war. 1987 wurde mit der Connection Machine CM-2 der Nachfolger der CM-1 von Thinking Machines vorgestellt; er führte dedizierte Hardwarebeschleuniger für das wissenschaftliche Rechnen ein.
Heute präsentiert das ZKM in Kooperation mit dem KIT dieses außergewöhnliche historische Objekt im Museum: Als Zeugnis einer frühen Ära der KI-Forschung und als Beispiel dafür, wie Design helfen kann, hochkomplexe Technologien für ein breites Publikum verständlich und erfahrbar zu machen. Die Ausstellung lädt dazu ein, über die Ursprünge der modernen KI nachzudenken, und zeigt, wie Gestaltung und technisches Denken ineinandergreifen – eine Perspektive, die gerade in unserer heutigen digital vernetzten Welt von großer Bedeutung ist.

© Mirjam Reili, Uku-Kristjan Küttis, Silver Egg, 2026
Silver Egg. Die Sinnlichkeit der Medienkunst
04.07.2026 – 07.02.2027
Eros, der Gott der begehrlichen Liebe, erscheint in Mythos und Philosophie als treibende Urkraft für kulturelle Evolution und Erneuerung. In Verbindung mit der Kunst hat sich der göttliche Eros zu einer einflussreichen Bild- und Denkfigur vitaler Zusammenhänge entwickelt. Sobald er als Impulsgeber ins Spiel kommt, gewinnt das Leben an Intensität und Gegenwärtigkeit, und treibt Kreativität voran. Die Ausstellung Silver Egg plädiert für eine erotische Haltung zur Welt und fragt: Was sind die Medien und Wahrnehmungsformen der Kunst, um den Sehnsüchten und Mängeln unserer Zeit zu begegnen?
ZKM | Zentrum für Kunst und Medien www.zkm.de
London (GB)
The Music Is Black: A British Story
Eröffnungsausstellung des V&A East Museum
ab 18.04.2026
Von Jazz bis Calypso, von Dub-Poesie bis zu UK-Drill-Texten, von Drum’n’Bass-Raves bis zu Grime-Freestyles – die Brillanz und der interkulturelle Reichtum der schwarzen britischen Musik stehen im Mittelpunkt der Eröffnungsausstellung im neuen Außenposten des V&A im Osten Londons. Die Ausstellung „The Music Is Black: A British Story“, die 2025 eröffnet wird, umfasst den Zeitraum von 1900 bis heute und würdigt alle Pioniere wie Winifred Atwell und Janet Kay bis hin zur heutigen Generation mit Stormzy und Little Simz. Außerdem wird untersucht, wie Künstler von Fleetwood Mac bis zu den Beatles Elemente der Musik der schwarzen Community Großbritanniens übernommen haben.
Auf der Grundlage von BBC-Archiven, Fotografien, Artefakten, Ornamenten, Gemälden, Drucken, Theaterplakaten, Filmen und vielem mehr versprechen die Kuratoren „immersive AV- und großformatige Installationen“, in denen die Besucher durch verschiedene Epochen spazieren und multisensorische Formen des Geschichtenerzählens erleben können.
V&A East Museum | www.vam.ac.uk

Shunk Anansie at Glastonbury. Skin of Shunk Anansie Performing at Glastonbury Festival, 1999 © Rune Hellestad/Corbis/Getty Images
London (GB)
The 90s
08.10.2026–14.02.2027
Entdecken Sie ein Jahrzehnt, das von kühner Kreativität und rebellischem Geist geprägt war
Gastkurator ist Edward Enninful OBE, der die Modebranche revolutioniert hat und dessen Erfahrungen aus diesem Jahrzehnt die Ausstellung prägen. Die 90er-Jahre waren eine entscheidende Zeit, in der eine Welle der Kreativität das Gesicht der britischen Kultur veränderte. Die Ausstellung untersucht, wie langjährige Hierarchien aufgelöst wurden, indem sich Hochkultur und Popkultur gegenseitig befruchteten, und reflektiert sowohl die Energie als auch die Herausforderungen dieses Jahrzehnts, wobei sie den anhaltenden Einfluss wichtiger Persönlichkeiten betrachtet, die in dieser Zeit hervortraten.Die Ausstellung vereint Fotografie, Mode, Kunst und Design, darunter ikonische Bilder von Fotografen wie Juergen Teller, David Sims und Corinne Day. Diese werden neben Werken von Künstlern wie Steve McQueen, Damien Hirst, Sarah Lucas und Yinka Shonibare sowie Modefilmen und Musikkultur gezeigt, darunter Kollektionen von den für dieses Jahrzehnt prägenden Designern Vivienne Westwood, Alexander McQueen und John Galliano.
Tate Britain | https://www.tate.org.uk/visit/tate-britain
London_Tate Modern
Tarek Atoui at Tate Modern’s Turbine Hall
13.10.2026–11.04.2027
Tarek Atoui gestaltet die nächste große Ausstellung in der Turbinenhalle der Tate Modern. Tarek Atoui ist ein Künstler und Komponist, der für seine innovativen Performances und Installationen bekannt ist, mit denen er traditionelle Vorstellungen vom Medium Klang erforscht und hinterfragt. Atoui wurde 1980 in Beirut geboren und lebt und arbeitet in Paris, Frankreich. Auf der Grundlage seiner umfangreichen Forschungen zur Musikgeschichte, Instrumentierung und Produktion schafft der Künstler multisensorische Umgebungen, die unser Verständnis und unsere Wahrnehmung von Klang neu definieren. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Erfindung komplex konstruierter Instrumente, die in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, Komponisten und Herstellern entstehen und gleichzeitig als skulpturale Objekte dienen. Diese maßgeschneiderten und fantasievoll neu konzipierten Instrumente, die oft organische Elemente wie Glas, Wasser und Keramik enthalten, werden durch Berührung, Atem und Motoren aktiviert.
Tate Modern | www.tate.org.uk/visit/tate-modern
New York (USA)
Art of Noise
bis 16.08.2026
In diesem Winter präsentiert das Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum die Ausstellung „Art of Noise“, die bahnbrechende Designs würdigt, die die Art und Weise geprägt haben, wie Menschen Musik im letzten Jahrhundert erlebt haben. Die vom San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) organisierte und für die Präsentation an der Ostküste an die Geschichte der New Yorker Musikszene angepasste Ausstellung „Art of Noise“ wird vom 13. Februar 2026 bis zum 16. August 2026 im Cooper Hewitt zu sehen sein.
Von Konzertplakaten über Schallplattenalben, Grammophone und digitale Musikplayer bis hin zu Handradios und Soundsystemen – „Art of Noise“ nimmt die Besucher mit auf eine Entdeckungsreise, wie Design die Beziehung der Menschen zur Musik in den letzten 100 Jahren verändert hat.
„Musik ist der Soundtrack unseres Lebens, und Design spielt eine zentrale Rolle dabei, wie wir sie erleben“, sagte Maria Nicanor, Direktorin von Cooper Hewitt. „Anhand von ikonischen Werken, die viele mit ihren eigenen Erinnerungen in Verbindung bringen können, unterstreicht ‚Art of Noise‘, wie Design die Emotionen unserer akustischen Begegnungen prägt. Wir sind dankbar für die Zusammenarbeit mit dem SFMOMA und Kurator Joseph Becker, die es uns ermöglicht hat, diese spannende Ausstellung an die Ostküste zu bringen. Von der einzigartigen Chorinstallation von Teenage Engineering bis hin zu Devon Turnbulls immersivem Hörraum – Audiophile werden ‚Art of Noise‘ als das unverzichtbare Klangerlebnis der Saison bezeichnen.“
Cooper Hewitt, Smithsonian Design Museum | www.cooperhewitt.org
Oulu (FI)
Earworm – Medienkunst aus Kiasma
bis 31.12.2026
„Earworm – Medienkunst aus Kiasma“ präsentiert eine Auswahl von Videoarbeiten, in denen Musik und Klang integraler Bestandteil der Atmosphäre und Erzählung sind. Die Videoarbeiten breiten sich durch Klang im Raum aus und machen es zu einem multisensorischen Erlebnis.
Die besondere Ausdruckskraft von Klang spiegelt sich in der Fähigkeit des Gehirns wider, Musik als Ohrwurm im Kopf abzuspielen. „Auch in dieser Ausstellung können Sie sich Ohrwürmer einfangen, die glücklicherweise nur aus guten Songs bestehen.“
Die Ausstellung, die aus der Sammlung der Finnischen Nationalgalerie kuratiert wurde, zeigt Werke von Mika Taanila, Pipilotti Rist, Raakel Kuukka, Dora Dalila Cheff, Otto Byström und Jaakko Pietiläinen. Die Werke aus verschiedenen Jahrzehnten verdeutlichen die enge Beziehung zwischen Medienkunst und den Technologien und der digitalen Kultur ihrer Zeit, darunter das Internet, Fernsehen, Popmusik und Videospiele.
Oulu City Hall | www.oulu2026.eu/en/
Ravensburg
Janet Cardiff
The Forty part Motet
08.08.–15.11.2026
Die Sound-Installation The Forty Part Motet (2001) der kanadischen Künstlerin Janet Cardiff (*1957) rückt die skulpturalen Qualitäten von Klang in den Mittelpunkt und bietet ein einzigartiges räumliches Klangerlebnis. Ausgangspunkt bildet das polyphone Renaissance-Musikstück Spem in Alium, das Thomas Tallis um 1570 für acht Chöre zu je fünf Stimmen komponiert hat. Janet Cardiff zeichnete die Stimmen der Sänger:innen auf getrennten Tonspuren auf und lässt jede Stimme über einen der vierzig im Oval angeordneten Lautsprecher erklingen. Die eigene Bewegung im Raum bestimmt das Hörerlebnis und ermöglicht, sich sowohl auf die Intimität unterschiedlicher Solostimmen zu konzentrieren als auch in die suggestive raumreifende Komposition als Ganzes einzutauchen. Mit Dank an die Tate Modern, London.
Kunstmuseum Ravensburg | www.kunstmuseum-ravensburg.d
