20 Jahre jazzahead! – eine bewegte Reise
Vom 22. bis 26. April 2026 wird Bremen erneut zum Treffpunkt für Jazzschaffende, Fachpublikum und Musikinteressierte aus aller Welt. Die jazzahead! feiert ihr 20-jähriges Bestehen und rückt dabei das Partnerland Schweden in den Mittelpunkt. Die Kombination aus Fachmesse und Festival zeigt die Vielfalt und Vitalität des zeitgenössischen Jazz mit einem erweiterten Programm – inklusive einer Clubnight an zwei Abenden.
In diesem Jahr feiert die jazzahead! ihre 20. Ausgabe. „Alles begann mit sechs Abendkonzerten im Congress Centrum Bremen“, erinnert sich Sybille Kornitschky, von Beginn an Leiterin der jazzahead! „Die Messe füllte eigentlich nur das Foyer aus. Von Messebau war wenig zu sehen, ich habe vor allem Tapeziertische im Kopf. Damals unterschieden wir noch nicht in Fachteilnehmende und Konzertbesucher:innen. Die rund 900 Gäste kamen überwiegend aus Deutschland.“
„Im Premierenjahr 2006 hatten nur ganz Wenige das Potential der jazzahead! erkannt und auch nicht erwartet, dass sie einmal die weltweit führende Branchenveranstaltung im Jazzbusiness sein könnte”, sagt Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der M3B GmbH und Gründer der jazzahead!. „Heute zieht die jazzahead! jährlich rund 3.000 Fachteilnehmerinnen und Fachteilnehmern aus über 60 Nationen an. Dies gilt ebenfalls für die Entwicklung des international renommierten Showcase-Festivals, für das sich jährlich rund 800 Bands bewerben. Allein im vergangenen Jahr hatten wir über 20.000 Besucherinnen und Besucher in Bremens City für die jazzahead! insgesamt.
Noch wenige Wochen – dann beginnen das größte Jazztreffen der Welt und das dazugehörige Festival. Vom 22. bis 25. April findet die jazzahead! auf dem Gelände der MESSE BREMEN und in diversen Spielstätten im Land Bremen statt.
Zum Festival mit mehr als 160 Konzerten werden rund 20.000 Besucher:innen erwartet. Wie immer gibt sich der Jazz in Bremen offen: Überschneidungen mit Folk, Soul und Pop, aber auch mit Kammermusik, Metal und Electronica zeigen die Vielseitigkeit der Szene.
Als Geschenk zum 20. Jubiläum gibt es für das Publikum erstmals einen zusätzlichen CLUBNIGHT-Abend: am Freitag, den 24. April, läuft sie wie gewohnt in Bremen, und am 25. April zusätzlich in Bremerhaven.
Das ganze Land Bremen wird am letzten April-Wochenende zum Live-Club. Unter dem Motto „Connecting Jazz Ports“ docken entlang der Weser neue Venues an die jazzahead! an, erstmals auch in Bremerhaven. Aus den Partnerstädten Bremens (Danzig, Riga, Groningen) sind Bands rund um den historischen Marktplatz zu erleben, zum ersten Mal auch im St. Petri Dom. Dort eröffnen Pianist Andrii Pokaz aus der Partnerstadt Odessa zusammen mit e.s.t.-Drummer Magnus Öström und das Trio Bach Jazz aus Schweden die diesjährige CLUBNIGHT.
Partnerland Schweden
Die Skandinavier reisen in diesem Jahr mit einer Delegation von mehr als 150 Branchenvertreter:innen an. Als Partnerland bereichert Schweden das Festival mit mehr als 20 ausgesuchten Live-Acts. Zum Auftakt spielt die Norrbotten Big Band beim Grand Opening am 22.04. ein Konzert mit vielen Gästen, darunter schwedische Jazz-Stars und das gefeierte US-Fusion-Duo KNOWER.
Schillernde „Northern Lights“: die Skandinavier rücken ab dem 22. April ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Zum Festival und zur dreitägigen Messe reist eine Delegation von mehr als 150 Branchenvertreter:innen nach Bremen. Es werden rund doppelt so viele schwedische Musiker:innen, Agent:innen und Branchenprofis wie in den Vorjahren erwartet.
Unter den 38 in einem aufwändigen Jury-Prozess bestimmten Showcase-Konzerten sind acht fulminante schwedische Acts. Darunter die Agnas Bros, die mit ihrem Folk- und Bop-beeinflussten Spiel begeistern. Die vier Brüder haben zusätzlich einen Gastauftritt beim Grand Opening am Mittwochabend. Als Mitglied der eindrucksvollen Norrbotten Big Band steht dort auch Britta Virves auf der Bühne. Die in Stockholm ansässige Pianistin wird einen besonderen Rekord aufstellen: An vier Tagen wird sie in insgesamt neun Konzerten zu hören sein. Nach dem Eröffnungsabend präsentiert Virves sich u.a. mit eigenem Trio und dem Neo-Soul-Sextett Nine Sparks Riots.
Dazu gehört die „Swedish Night“, am Freitag, den 24. April, am Lankenauer Höft an der Weser. Vier Bands aus vier verschiedenen schwedischen Regionen (darunter das populäre Emil Brandqvist Trio) präsentieren die musikalische Vielfalt des Landes, visuell untermalt durch Installationen des Video-Künstlers Tomas Larsson. Seine spektakulären Nordlichter illuminieren auch die schwedischen Konzerte im St. Petri Dom.
Erstmals unterstützt mit IKEA ein global agierendes Unternehmen den Auftritt eines Partnerlandes. Das schwedische Möbelhaus gestaltet den Messestand als authentisches „Wohnzimmer“ und lässt das gesamte Mobiliar nach der Messe wohltätigen Zwecken zukommen.
Jazzahead! CLUBNIGHT – erstmals in Bremen und Bremerhaven
CLUBNIGHT-Double am 24. April in Bremen und am 25. April in Bremerhaven mit mehr als 80 Acts zwischen Jazz, Rock, Electronica, Soul etc. für ein Ticket.
Hat Dizzy Gillespie tatsächlich in Chico’s Place gespielt? Hat Keith Jarretts späterer Bandkollege Gary Peacock als junger Soldat mit dem Bass-Spiel in einer Hafenspelunke begonnen? Um Bremerhavens Geschichte ranken sich Legenden. Sicher ist: Die Stadt hat eine Jazz-Vergangenheit. Und eine Zukunft!
Zu ihrem 20-jährigen Jubiläum präsentiert die jazzahead! eine Premiere: ein CLUBNIGHT-Double. Am Samstag, den 25. April, finden erstmals Konzerte des Festivals in Bremerhaven statt - zusätzlich zur CLUBNIGHT am Freitagabend.
Am 24. April wie gewohnt in Bremen und Bremen-Nord: ein schillerndes Programm bis in die frühen Morgenstunden. Die mehr als 80 Acts zwischen Jazz, Rock, Electronica, Soul und mehr sind ein echter Publikumsmagnet. Sie verteilen sich über die ganze Stadt; Clubs,
Schiffe, Museen, Kirchen, Bars und Hotel-Lounges sind dabei.
In Bremerhaven wird es zur Premiere sieben Spielstätten geben, einige davon im Szeneviertel Alte Bürger. Im Pferdestall Bremerhaven spielt z.B. die Dance-Funk-Band Mazaratee um den italo-karibischen Musiker Christopher Serazzi. Dazu kommen Konzerte direkt am Hafen. Neben dem Klimahaus Bremerhaven ist das Deutsche Auswandererhaus dabei, hier tritt die Johannesburger Trompeten-Legende Sydney Mavundla mit seinem Quartett auf. Museumsdirektorin Dr. Simone Blaschka sagt: „Jazz ist der Soundtrack der Migration – er verkörpert die Sprache des Aufbruchs und des kulturellen Dialogs. Wir sind als Migrationsmuseum daher besonders froh, der CLUBNIGHT eine Bühne zu geben.“
Bis 1974 war Bremerhaven der größte Auswandererhafen Kontinentaleuropas. Mehr als sieben Millionen Menschen schifften von hier Richtung Übersee ein. Über US-amerikanische Truppentransporter kamen umgekehrt ab den Fünfziger Jahren auch bekannte Jazz-Musiker in die Seestadt – eine Tradition, die die jazzahead! nun wieder belebt.
Das Jubiläumsprogramm der 20. jazzahead! schließt auch die Bremer Partnerstädte Danzig, Riga und Odessa mit ein; am 25.04. rund um den Bremer Marktplatz. Im St. Petri Dom steht das High-Energy-Duo um den ukrainischen Pianisten Andrii Pokaz und den schwedischen Schlagzeuger Magnus Öström (ehemals e.s.t.) auf der Bühne.
Ein Höhepunkt des Freitagabends ist die CLUBNIGHT des jazzahead! Partnerlandes Schweden am Lankenauer Höft direkt an der Weser. Der lyrische Pop-Jazz des nicht nur in Deutschland populären Emil Brandqvist Trios trifft auf den mitreißenden Neo-Soul/Funk des Sextetts Nine Sparks Riots um Posaunist Kristian Persson, dazu kommt der groovende Modern Jazz von William Soovik Grand Finale und das experimentelle Projekt BITOI des Bassisten Cassius Lambert mit Sängerinnen aus Schweden und Dänemark.
Im Sendesaal Bremen präsentiert der griechische Bassist Petros Klampanis ein Trio auf Weltklasse- Niveau, zusammen mit dem estnischen Pianisten Kristjan Randalu und dem israelischen Drummer Ziv Ravitz.
