Allensbach

27. JAZZ am SEE 2026  „
Grenzgänge – Jazz und mehr…

Allensbach ist einer dieser kleinen großen magischen Jazzorte, die weit über die Bodenseeregion hinaus strahlen und bei vielen Künstler:innen einen festen Platz in der Tourneeplanung haben. JAZZ am SEE steht von Anfang an für außergewöhnliche musikalische Begegnungen verschiedener Kulturen und Genres und großer Stimmen des Jazz. Ein Konzert mit der Musikerlegende Charlie Mariano war der Beginn der Reihe. Viele unvergessliche Konzerte mit beeindruckenden Künstler:innen aus der ganzen Welt folgten. Auch in diesem Jahr wird es Wiederbegegnungen und Entdeckungen geben. Ein kleines, feines und internationales Programm, das Raum für musikalische Grenzgänge gibt.

Die Jazzkonzerte in der Gnadenkirche in Allensbach besitzen eine besondere Stimmung, die sich von klassischen Konzertorten deutlich unterscheidet. Die Kombination aus sakraler Architektur, warmer Akustik und der Nähe zum Publikum schafft ein Ambiente, das sowohl intensiv als auch intim wirkt. Die Konzerte haben etwas Erdendes und zugleich Inspirierendes. Jazz, der oft mit urbanem Leben assoziiert wird, bekommt in der Gnadenkirche eine spirituelle, fast meditative Dimension. Musikerinnen und Musiker berichten häufig davon, dass sie hier besonders frei und kreativ spielen können – getragen vom Raum und vom Publikum.

Neugierig geworden? Allensbach lädt ein Sie auf diesen vielseitigen akustischen Reisen zu begleiten, denn Musik kennt keine Grenzen. Allensbach Hat´s

© Francesco Tristano

FRANCESCO TRISTANO (p) „bach & beyond“
Mittwoch 21.10.2026 | Klosterkirche Hegne

Ein Grenzgänger: Bach und beyond, Klassik und elektronische Musik, Flügel und Synthesizer, weltweit gefeierter Pianist und DJ, Konzertsäle und Clubs – Gegensätze, die sich nicht ausschließen, im Gegenteil, die sich beflügeln und Begeisterung auslösen.
Francesco Tristano, geb. in Luxemburg, begann im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen, gab mit dreizehn Jahren sein erstes Konzert mit eigenen Kompositionen und war Absolvent der berühmten Juilliard School in New York. Weltweit wird er als klassischer Pianist gefeiert, aber auch als Musiker, der barockes und zeitgenössisches Klavierrepertoire, Piano mit Elektronics verknüpft und Tanztracks für elektronische Musiklabels produziert. Er ist auf den internationalen Bühnen von Klassik und Clubkultur gleichermaßen gefragt, sei es in renommierten Konzertsälen oder auf experimentellen Festivals und wird für seine Virtuosität, Leidenschaft und geniale Weise, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden gleichermaßen gefeiert. bach & beyond: Johann Sebastian Bach ist ein Fixpunkt und eine beständige Inspirationsquelle für Francesco Tristano und er nutzt drei unterschiedliche Herangehensweisen, um sich mit dem Barockmeister auseinanderzusetzen: Original, Transkription für Klavier und Remix für Klavier & Elektronik. Für den Wahl-Spanier und „Provokateur“ gibt es ohnehin keinen Zweifel: »Es gäbe keinen Techno ohne Bach. Er war der erste Remix-Künstler.« Dabei nimmt Tristanos großes Lebensprojekt weiter Gestalt an: Johann Sebastian Bachs ganzes Repertoire aufzunehmen. Francesco Tristano hat zahlreiche Alben veröffentlicht, darunter mit diversen Auszeichnungen bedachte Einspielungen von Bachs Goldberg-Variationen sowie des pianistischen Gesamtwerks von Luciano Berio. Er ist unter Exklusivvertrag von Sony Classical und war Artist in Residence des Bodenseefestivals. 2022 wurde er mit einem Opus-Klassik-Preis in der Kategorie Klassik ohne Grenzen ausgezeichnet.

Schaerer Garcia Diego © Rob Lewis

ANDREAS SCHAERER (voc) & DANIEL GARCIA DIEGO (p)
Montag, 07.12.2026 | ev. Gnadenkirche | 20 Uhr

Schweiz trifft auf Spanien, Stimmakrobatik auf Tastenkunst, Humor auf Fantasie Schweiz trifft auf Spanien, Stimmakrobatik auf Tastenkunst, Humor auf Fantasie

Der Schweizer Andreas Schaerer ist ein faszinierend facettenreicher und origineller Jazzsänger und Komponist. Auch wenn er sich selbst niemals als Stimmakrobaten bezeichnen würde, wird ihm genau dieser Vergleich aufgrund seiner herausragenden technischen Raffinesse und Beherrschung seiner Stimme gerecht. Für seine Vokalkunst wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit zwei ECHO Jazz.  Er ist weltweit unterwegs und arbeitet mit Bobby Mc Ferrin, Luciano Biondini, Emile Parisien, Michael Wollny, der NDR Big-Band u.v.a.. Bei JAZZ am SEE war er mit seinem Ensemble „Hildegard lernt fliegen“ zu erleben und beflügelte geradezu das Publikum.

Der ebenfalls mehrfach preisgekrönte Klaviervirtuose Daniel Garcia Diego ist ein wichtiger und einflussreicher Vertreter der jungen Jazzgeneration Europas und „eine der spannendsten Stimmen des spanischen Jazz“ Jazzthing. Er studierte nach einer klassischen Klavierausbildung an der renommierten Berklee School of Music in Boston. Für seine moderne Fusion von Flamenco, Jazz und klassischer Musik hat er sich international einen bedeutenden Namen gemacht.

Die Chemie zwischen den beiden ist auf der Bühne spürbar Sie schaffen sie es, eine besondere Atmosphäre und eine Verbindung herzustellen, die das Publikum in die Musik eintauchen lässt. Oft erzählen sie Geschichten hinter den Songs oder teilen persönliche Anekdoten, die die Zuhörer fesseln und einladen, sich auf die musikalische Reise einzulassen.  Als Duo sind sie einzigartig und wurden im vergangenen Jahr als europäische Jazzmusiker des Jahres von der renommierten Französischen Akademie des Jazz nominiert.