JIMI 2026 Zeitung für Jazz, Neue Musik, Klassik 2.0, Klang, Elektro, Medien und Green Culture ist online.
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Schwaz (A)
Klangspuren Schwaz 2026
Tiroler Festival für neue Musik
10. – 22.09.2026
Vom 10. bis 26. September 2026 präsentiert Klangspuren Schwaz seine 33. Ausgabe unter dem Motto „Love is Louder“. Inspiriert von einem Kunstwerk des US-amerikanischen Künstlers Sam Durant wird der Slogan zum Leitmotiv des Festivals – er zieht sich als Protest, Trost, Verführung und als Erinnerung an die Kraft des Zusammenkommens durch viele Werke und wird zugleich als große Chance verstanden. Das Festival spannt den Bogen von elektronischer Musik über unbekannte Klänge, Alte Musik und persische traditionelle Musik bis hin zu neuen, bislang ungehörten Kompositionen. Unterschiedliche Formate – vom Clubkonzert bis zu intimen Räumen für leise Musik – laden zu außergewöhnlichen Hörerlebnissen, Offenheit und Diskurs ein. Neben der Klangwanderung kehren auch die Wohnzimmerkonzerte „Rent a Musician“ zurück; ein Höhepunkt ist das Musiktheater „Codeborn“ von Zara Ali in Kooperation mit der Münchener Biennale und dem Tiroler Landestheater.
Seit über 30 Jahren versteht sich Klangspuren Schwaz als Ort der Begegnung, Vermittlung und künstlerischen Forschung, an dem neue Impulse entstehen und ein breites Publikum für zeitgenössische Musik begeistert werden soll.
Donaueschingen
Donaueschinger Musiktage 2026
15. – 18.10.2026
Wer neugierig ist, was Komponist:innen heute besonders umtreibt und wie vielfältig zeitgenössische Musik 2026 klingt, dem ist eine Reise nach Donaueschingen im Oktober zu empfehlen. Die 1921 gegründeten Donaueschinger Musiktage präsentieren ausschließlich Uraufführungen und ziehen jedes Jahr mehr als 8.000 Besucher:innen aus aller Welt an. 2026 steht das Festival unter dem Motto „polyphonies“ und feiert die einzigartige Möglichkeit von Musik, unterschiedliche Stimmen gleichzeitig erklingen zu lassen und dabei auch vermeintlich Widersprüchliches miteinander zu verbinden, was gerade in unserer Gegenwart von besonderer Bedeutung ist. In gut 15 Konzerten und Veranstaltungen bieten die Musiktage 20 neue Kompositionen und Klanginstallationen von internationalen Komponist:innen, wie z.B. von Rebecca Saunders für das Ensemble Resonanz aus Hamburg, oder Brigitta Muntendorf, die mit dem Frankfurter Ensemble Modern eine Radioshow am letzten Tag vor dem Ende der Welt inszeniert, oder Simon Steen-Andersen, der in einer Multimedia-Performance Kurt Schwitters seine Reverenz erweist. Zum ersten Mal reist das Ensemble Speak Percussion aus Australien an, während mit dem SWR Symphonieorchester auch das Residenzorchester des Festivals wieder zwei Konzerte spielt.
Berlin
Monat der zeitgenössischen Musik Berlin
02.–31.10.2026
Der Monat der zeitgenössischen Musik findet 2026 bereits zum zehnten Mal statt. Vom 2. bis 31. Oktober präsentiert das Programm unterschiedlichste Strömungen und Ansätze der zeitgenössischen Musik in Berlin. Im Mittelpunkt stehen das Miteinander einer facettenreichen Ensembleszene, kollektive Arbeitsweisen sowie der Austausch zwischen Musiker:innen, Komponist:innen und dem Publikum. Am 5. Oktober folgt die zweite Ausgabe von Time to Listen zum Schwerpunkt transnationale Zusammenarbeit und Netzwerke. Die Konferenz Time to Listen bringt europäische Initiativen zusammen, die sich vor dem Hintergrund ökologischer, politischer und finanzieller Herausforderungen vernetzen, um Wissen, Ressourcen und Verantwortung zu teilen.
www.field-notes.berlin/monat-der-zeitgenoessischen-musik/2026/Gastprogramm
Bern (CH)
Musikfestival Bern
Gewitter-, Geistes- und andere Blitze
02. – 06.09.2026
Das Musikfestival Bern zählt zu den bedeutendsten Schweizer Festivals für zeitgenössische Musik und stellt jährlich im September Hörgewohnheiten auf den Kopf. In diesem Jahr widmet sich das Programm dem Thema «Blitz» – und feiert seine unbändige Energie in Konzerten, Performances, Talks und Installationen. Während fünf Tagen, vom 2. bis 6. September 2026, widmet sich das Musikfestival Bern dem Thema «Blitz» – einem Phänomen, dessen Urgewalt und Unvermitteltheit seit jeher fasziniert. Gefährlich, überraschend, befreiend und befeuernd werden Blitze erlebt. Eine Vielschichtigkeit, die sich auch im Festivalprogramm widerspiegelt: An den Festivaltagen über Mittag lädt eine «Wissenschaftsreihe» dazu ein, verschiedenen Aspekte des Phänomens «Blitz» aus wissenschaftlich-musikalischer Sicht zu erkunden: Je ein*e Wissenschaftler*in und ein*e Komponist*in treffen aufeinander und treten in einen Dialog, etwa zu Wetterzauberei, Gedankenblitzen und Klimawandel.
Bludenz (A)
Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik
Was ist Neue Musik?
08.–11.10.2026
Die Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik sind ein internationales Festival, dessen Ziel es ist, zeitgenössische Musik in Bludenz hörbar zu machen. Dabei wird sowohl im kompositorischen Bereich als auch bei der Interpretation auf höchste Qualität Wert gelegt. Der süße, flauschige E-Dur-Gitarrenakkord, der sich in überwältigenden Lärm verwandelt oder ein massives gedankenauflösendes Noise-Pad; die winzigen, hektischen Bogengesten, entschlossen, um jeden Preis den Steg eines Saiteninstruments zu erreichen oder neugierige, jedoch vorsichtige, langsame Bögen durch das Königreich des Obertonspektrums; ein Blick in die innere Welt der Komponist:innen oder eine klangliche Übersetzung der äußeren Welt durch ihren Blick; eine Momentaufnahme der Realität oder ein Fest ihrer Neu-Imagination; eine intensive Übung in Geduld, ein Katharsis-Beschleuniger, eine Überraschungsmaschine, ein Zufluchtsort? Auch in diesem Jahr öffnen wir wieder, gemeinsam mit brillanten Musiker:innen, Komponist:innen und Klangkünstler:innen aus aller Welt, einige Dutzend solcher magischer Türen: sternenklare Himmel für die Ohren, Universen, die uns zum Denken, Fühlen, Handeln, Reflektieren, Fragen, Imaginieren und Transzendieren bringen und uns durch all das einander näherkommen lassen.
Hölstein (CH)
Between Mountains
04. - 06.09.2026
Holdenweid, Holstein
Ein Musikfestival, das die gesellschaftlichen und intellektuellen Barrieren klassischer Musik abbaut und die Besuche:innen zu ener immersiven Reise, zum Entdecken auf das historische Hofgut in Hölstein im Kanton Basel-Landschaft einlädt. Wie beim Detect Classic Festival in Deutschland erwarten euch Klassik und Ambient, Elektronisches und Zeitgenössisches, Avantgarde, Beats, Rhythmus und Raumakustik. Lassen Sie sich von von Ensembles verzaubern, bauen Luftschlösser aus Livemusik und tanzen in den Abend wie Licht und Nebel durch elektronische Klänge. Die Veranstalter erforschen Klassik und Ambient, Elektronisches und Zeitgenössisches, Avantgarde, Beats, Rhythmus, Raumakustik und verwischen Grenzen zwischen Open Air Konzert, Rave und Philharmonie. Ein Tag und eine Nacht voller Neugier, Inspiration und Alltagsflucht auf der Holdenweid in Hölstein. Das Between Mountains ist ein Ort der Begegnung, an dem Musik Menschen verbindet – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Behinderung. Alle – ganz egal welchen Alters – sind beim Between Mountains herzlich willkommen.
Luxemburg (L)
rainy days Festival
November 2026
Das rainy days Festival ist ein bedeutendes Festival für zeitgenössische Musik in Luxemburg – einer Stadt im Großherzogtum Luxemburg. Es wird seit vielen Jahren (seit etwa 2000) von der Philharmonie Luxembourg organisiert und gilt als eines der wichtigsten Ereignisse für neue und experimentelle Musik in Luxemburg und der Großregion. Das rainy days Festival ist ein mehrtägiges Musikfestival, das sich vor allem der neuen, zeitgenössischen und experimentellen Musik widmet. Ziel ist es, sowohl international renommierte Projekte als auch innovative lokale Komponist:innen und Musiker:innen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei werden nicht nur klassische Konzertformen gespielt, sondern auch Installationen, multimediale Performances, interaktive Formate und ungewöhnliche Interpretationsformen präsentiert.
München
Münchener Biennale – Festival für neues Musiktheater
08.–20.05.2026
Die Münchener Biennale, das international einzigartige Uraufführungsfestival und Labor für neues Musiktheater, hat ein neues Leitungsduo und feiert ihr 20. Jubiläum! Hans Werner Henze, der 2026 100 Jahre alt würde, hatte in den 80er-Jahren die Münchener Biennale gegründet. Seitdem wird das Festival von der Landeshauptstadt München veranstaltet. Das künstlerische Leitungsduo, Katrin Beck und Manuela Kerer, richtet den Blick nun nach vorn und knüpft zugleich an die Visionen des Festivalgründers an: Sie entdecken neue kompositorische Stimmen, lassen Raum für Experimente, stiften zu Offenheit und Dialog an, um Teilhabe zu ermöglichen und vernetzen sich lokal und international. Die Künstler:innen setzen sich vor dem Hintergrund ihrer unterschiedlichen kulturellen backgrounds mit unserer Gegenwart auseinander, die immer komplexer wird: Welchen Stellenwert hat Wahrheit, welches Potenzial haben Illusionen und wie beeinflussen virtuelle Welten die Realität? Von bekannten Aufführungsformaten über interaktive Spiele und installative Präsentationen bis hin zu Versuchen, Musik jenseits der Akustik erlebbar zu machen – alles ist möglich.
Rümlingen (CH)
Festival Rümlingen
21.–23.08.2026
Landschaft, Klang, Bewegung. Das Festival Rümlingen ist in der Schweiz unterwegs: mit neuen Kompositionen, Musiktheater, Installationen, Kammermusik, zu Hause in Baselland und alle zwei Jahre auf Erkundungstour in anderen Kantonen. Es ist auf der Suche nach neuen Stimmen in der zeitgenössischen Musik und nach neuen Verbindungen, genre- und generationsübergreifend mit Schweizer und internationalen Künstler:innen, überregionale Größen der Szene und lokal musizierenden Laien. Ortsgebundenes Arbeiten bildet den Kern des Festivals, verschiedene Räume und Landschaften werden bespielt, Publikum und Musiker:innen wandern an oder zu speziellen Orten, nicht selten zu ungewöhnlichen Tageszeiten. Ein experimenteller und zugleich gemeinschaftlicher, nahbarer Geist prägt und trägt diese Aktionen Neuer Musik. Dies alles passiert, ausgehend von dem kleinen Dorf Rümlingen, seit über dreißig Jahren – aber eine Festival-Routine gibt es deshalb nicht. Im Gegenteil: Jeder Jahrgang darf anders sein, besonders und unwiederholbar; das Hier und Jetzt der Klänge ist entscheidend. Die achtköpfige Programmgruppe berät über Themen und Orte, in jedem Jahr wechselt die künstlerische Leitung aus diesem Kreis und kreiert das aktuelle Festival zusammen mit der Geschäftsführung, einem Technik-Team, den Künstlerinnen und Künstlern und dem Publikum.
Lääne-Harju vald, Harjumaa (EST)
Arvo Pärt Centre
Das Arvo Pärt Centre vereint das persönliche Archiv des Komponisten mit einem Informations- und Musikzentrum. Es ist ein offener Treffpunkt für Musiker:innen, Forscher:innen und Musikliebhaber:innen – für alle, die sich für die Musik und die Ideenwelt von Arvo Pärt interessieren. Es wurde von Arvo Pärt und seiner Familie mit dem Ziel gegründet, Möglichkeiten zur Bewahrung und Erforschung des kreativen Erbes des Komponisten im Kontext seiner Muttersprache in Estland zu schaffen. Das Zentrum befindet sich in Laulasmaa, 35 Kilometer von Tallinn entfernt, auf einer Halbinsel mit herrlicher Natur in einem Kiefernwald in Meeresnähe. Das Gebäude mit einzigartiger Architektur stimmt mit der schöpferischen Einstellung Arvo Pärts überein und ist für alle an Musik Interessierte geöffnet. Im Gebäude befinden sich das persönliche Archiv, eine Bibliothek, ein Konzertsaal mit 150 Plätzen, ein Ausstellungsbereich, ein Videoraum und Unterrichtsräume. Das Arvo Pärt Centre bietet ein ganzjähriges Programm mit Konzerten, Ausstellungen, Seminaren und Meisterklassen..
www.arvopart.ee/en/
Köln
Ensemble Musikfabrik
Seit 1990 steht das Ensemble Musikfabrik, das Landesensemble NRW für Neue Musik, für die Entdeckung neuer Klänge und visionäre Konzertformate. Getreu seinem Namen ist es ein Labor für zeitgenössische Musik – ein Raum, in dem neue Werke nicht nur aufgeführt, sondern in engem Austausch mit Komponis:innen geformt und weiterentwickelt werden. Die Musiker*innen des internationalen Solistenensembles verstehen sich als Klangforscher*innen, die Grenzen ausloten und ungewohnte Hörerlebnisse schaffen. Ob auf Festivals, in internationalen Konzerten oder in den eigenen Reihen „Musikfabrik im WDR“ und „Montagskonzerte“ entstehen intensive musikalische Begegnungen – zu den Highlights der kommenden Saison zählen beispielsweise:
Wittener Tage für Neue Kammermusik | FR 02.05.2025| 20:00 | Saalbau (Witten)
Hotel Europa | Mi 04.06.2025 | 20:00 | Philharmonie Berlin (Kammermusiksaal)
Kölner Philharmonie | Mo 23.06.2025 | 20:00 | Kölner Philharmonie (Köln)
Radial System | 03.07 - 06.07.2025 | Radial System (Berlin)
Musikfabrik im WDR 93 | 12.07.2025 | 20:00 | WDR Funkhaus am Wallrafplatz (Köln)
Salzburger Festspiele, So, 20.07.2025 | 20:30 | Kollegienkirche (Salzburg)
Muziekgebouw | Do 02.10.2025 | 20:15 | Muziekgebouw aan 't Ij (Amsterdam)

