Direktorinnen der 3 Bauhaus-Institutionen, v.l.n.r. Prof. Dr. Brigitte Franzen (Bauhaus-Archiv), Dr. Annette Ludwig (Klassik Stiftung Weimar), Dr. Barbara Steiner (Stiftung Bauhaus Dessau), Bauhausgebäude, 26.8.2026 Foto: Stiftung Bauhaus Dessau

Dessau – Berlin – Weimar

Bauhaus weiterdenken
Gemeinsames Statement aus Berlin, Dessau und Weimar


Die Direktorinnen der drei Bauhaus-Institutionen in Berlin, Dessau und Weimar, Prof. Dr. Brigitte Franzen, Dr. Barbara Steiner und Dr. Annette Ludwig bekräftigen ihr gemeinsames Anliegen der Kunstfreiheit, Offenheit und internationalen Verantwortung. Sie repräsentie- ren die Bauhaus Kooperation und begrüßen, dass sich mit dem „Bauhaus-Manifest“ des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer und mit der „Dessauer Erklärung“ der Bundeslän- der ein gesellschaftliches Bündnis zur Freiheit von Kunst und Kultur bekennt. Die dadurch entstandene internationale Aufmerksamkeit und breite Solidarität zeigen, dass die Vielgestaltigkeit des Bauhauses und die Reichhaltigkeit seiner Methoden und Gestaltungsansätze seit über 100 Jahren in die Gesellschaft wirken. Viele Errungenschaften der Moderne prägen bis heute unseren Alltag.

Die Klassik Stiftung Weimar, die Stiftung Bauhaus Dessau und das Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin bilden seit 2019 die Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar. Die jeweiligen Institutionen stehen für einen Teil wichtiger deutscher Geschichte. Sie waren bis 1990 in beiden deutschen Staaten angesiedelt und arbeiten seit der Wiedervereinigung eng zusammen.

>>> Bauhaus-Statement

eidi, 1974, © 2026 Studio 100 International

Düsseldorf

ASIA POP
17.09.2026 - 23.05.202


Comics, Film, Essen und vieles mehr – ostasiatische Popkultur prägt den globalen Mainstream entscheidend mit. Das NRW-Forum präsentiert mit ASIA POP die erste umfassende Ausstellung in Deutschland, die sich dieser Entwicklung und ihren kulturpolitischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Einflüssen widmet. Von Kawaii-Charakteren wie Hello Kitty über Animationsfilme von Studio Ghibli, K-Pop Bands wie BTS bis hin zu Games wie Black Myth Wukong: ASIA POP macht die Vielfalt der Populärkultur aus Ostasien erlebbar. In Düsseldorf, der Stadt mit der größten ostasiatischen Bevölkerung Deutschlands, entwirft das NRW-Forum auf 1200 Quadratmetern und anhand von rund 400 Werken ein visuelles, klangliches und kulinarisches Panorama ostasiatischer Popkultur.

Im Fokus der Präsentation stehen China, Hong Kong, Japan, Südkorea und Taiwan. Sie alle nutzen Populärkultur auf unterschiedliche Weise als sogenannte Soft Power. Durch den Export von kulturellen Produkten werden ökonomischer und politischer Einfluss auf internationaler Ebene erschlossen. Die Schau beleuchtet diese Strategien und fragt, wie in diesem Zusammenhang Authentizität, Identität und Aneignung verhandelt werden. Die Ausstellung ist thematisch gegliedert nach den verschiedenen Lebensbereichen wie Beauty, Mode, Film und Fernsehen, Games und Musik, in denen sich die Ausprägungen von Asia Pop zeigen.

Random Play Dance, Selfie-Stationen und Spielautomaten: Die verschiedenen Kapitel der Ausstellung laden mit interaktiven Elementen dazu ein, sich auf die Trends einzulassen, diese kritisch zu hinterfragen und eigene Fan-Erfahrungen zu teilen.

NRW Forum | www.nrw-forum.de

Portrait of Es Devlin at the Design Museum, 2026. David Parry/Design Museum

London (GB)

Es Devlin: Other Worlds
02.10.2026 – 04.04.2027


Im Oktober eröffnet die Ausstellung „Es Devlin: Other Worlds“, die die weitreichende und vielschichtige Vision hinter Devlins außergewöhnlicher 30-jähriger Karriere beleuchtet, in der sie sich mit Bildhauerei, Bühnenbild, Musik, Sprache und Licht beschäftigt hat.

Die Ausstellung beleuchtet Devlins genreübergreifendes Schaffen und die große Bandbreite an Projekten, die sie weltweit ins Leben gerufen hat. Zu sehen sind Kunstwerke, Installationen und Filme sowie die bislang umfangreichste Einzelpräsentation aus Devlins Archiv.

Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit Devlin konzipiert und gestaltet, mit dem Ziel, die Besucher in ihre fantasievolle Welt eintauchen zu lassen. Sie lädt das Publikum zu einem gemeinsamen Erlebnis ein, das über den Rahmen einer traditionellen Ausstellung hinausgeht und neue Perspektiven eröffnet.

Es Devlin ist eine der innovativsten britischen Künstlerinnen und Designerinnen der Gegenwart. Sie genießt weltweites Ansehen und blickt auf ein breit gefächertes Schaffen zurück, das in einem kleinen Theater begann und heute von Millionen von Menschen in einigen der bedeutendsten Museen, Galerien, Opernhäusern, Arenen und Stadien der Welt gesehen werden kann. Sie erhielt 2017 die London Design Medal, zahlreiche Olivier-, Tony-, Emmy- und Critics-Circle-Auszeichnungen sowie den CBE für ihre Verdienste um das Design.

the Design Museum | www.designmuseum.org 

Foto © Kai Geiger

Mailand (I)

La Triennale di Milano


Mit einem Rundgang durch das Museo del Design Italiano eröffnet sich den Besuchern eine umfassende und zeitgemäße Perspektive auf die ständige Sammlung der Triennale, die durch jüngste Neuerwerbungen erweitert und bereichert wurde. Rund 400 Objekte aus den 1920er-Jahren bis in die 2000er-Jahre zeichnen ein vielschichtiges Bild des italienischen Designs – als Geflecht von Ideen und Innovationen sowie von Wechselwirkungen mit Industrie und Gesellschaft.

Der chronologisch angelegte Rundgang wird durch fünf themenübergreifende Bereiche ergänzt, die als dynamische und interaktive Installationen konzipiert sind. Mit einem besonderen Augenmerk auf Zugänglichkeit und Teilhabe lädt das Museo dazu ein, die Geschichte des italienischen Designs aus neuen und bislang ungewohnten Perspektiven zu entdecken.

La Triennale di Milano | www.triennale.org

Hella Jongerius Colour research_2016, JongeriusLab, Foto © Mathijs Labadie

Hamburg

Hella Jongerius: Whispering Things
23.10.2026 – 13.06.2027


Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) zeigt vom 23. Oktober 2026 bis 13. Juni 2027 „Hella Jongerius: Whispering Things“ – eine Ausstellung des Vitra Design Museum. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Überblick über das Werk von Hella Jongerius (* 1963), einer der prägenden Persönlichkeiten des zeitgenössischen Designs. Seit mehr als drei Jahrzehnten entwickelt die Niederländerin ein neues Verständnis von Gestaltung, das mit der Erforschung von Farbe, Materialien und Herstellungsverfahren neue Wege beschreitet. Dabei verbindet sie experimentelle Materialforschung mit einer Haltung, die Verantwortung, Langlebigkeit und die kulturelle Bedeutung von Design in den Mittelpunkt stellt.

Mit mehr als 400 Objekten, darunter Möbel, Textilien, Keramiken, Prototypen, Skizzen, Collagen und Filmen, gewährt die Ausstellung Einblicke in den Arbeitsprozess und das vielseitige Werk der Designerin und Künstlerin – von frühen experimentellen Arbeiten über ikonische Produkte bis hin zu skulpturalen Keramiken, darunter etliche Projekte für Unternehmen wie Camper, IKEA und Vitra sowie für Institutionen wie das Museum of Modern Art in New York. Bis heute inspiriert Hella Jongerius mit ihrem Werk jüngere Generationen von Gestalter:innen.

Museum für Kunst und Gewerbe | www.mkg-hamburg.de


Hella Jongerius, 2025 © ongeriuslab

© Red Dot Design Museum, Essen, Audi

Essen

Red Dot Design Museum


Das Kesselhaus war früher die Energiezentrale Zollvereins. Heute liefert das Red Dot Design Museum kreative Impulse für Design. Historische Industriekultur und moderne Designkultur treffen hier unmittelbar aufeinander.
Inmitten der imposanten Architektur präsentiert das Museum rund 2.000 ausgezeichnete Produkte und damit die weltweit größte Ausstellung modernen Designs. Von der Armatur bis zur Zahnbürste, und alles dazwischen — Smartphones und Kopfhörer, Leuchten und Sitzmöbel, Fahrräder und Rucksäcke, Küchen- und Haushaltsgeräte.  Die gesamte Ausstellung wird einmal im Jahr erneuert. Ein spannungsvoller Gegensatz zwischen Alt und Neu, zwischen Tradition und Innovation.

www.red-dot-design-museum.de

Frankfurt

World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026
Looking forward – das Morgen gemeinsam gestalten

Von Januar bis Dezember 2026 lädt die Region Frankfurt RheinMain als offizielle World Design Capital 2026 dazu ein, das Thema Design in all seinen Facetten zu erleben. Rund 2000 Projekte und Events, die in Zusammenarbeit mit ca. 400 Kooperationspartnern konzipiert und umgesetzt werden, warten auf die Menschen aus dem RheinMain-Gebiet sowie auf ein internationales Publikum. Die vielseitigen Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops und Mitmachaktionen stehen alle unter dem Motto Looking forward – das Morgen gemeinsam gestalten.

Die gesamte Region beschäftigt sich zwölf Monate lang mit einigen der großen Fragen unserer Zeit: Wie müssen öffentliche Räume konzipiert sein, damit sie einen Mehrwert für die Gesellschaft bieten? Wie können Architektur, Mobilität oder die Digitalisierung zu mehr Lebensqualität beitragen? Und welche Rolle spielt Design eigentlich für eine lebendige Demokratie? Das vielseitige und umfangreiche Programm der World Design Capital 2026 wird entsprechende Antworten aufzeigen. Gezielt entwickelte WDC-Events bilden als Säu- len des Programms einen roten Faden durch das WDC-Jahr. Ergänzt werden diese durch zahlreiche Projekte, welche von großen und kleinen Kooperationspartnern wie Museen, Hochschulen, Stiftungen, Unternehmen, Initiativen und Vereinen initiiert werden. Vom World Design Street Festival 2026 Module auf dem Kulturcampus Frankfurt Bockenheim über interkulturelle Kunstworkshops im Ledermuseum Offenbach bis zur Ausstellung „A Step Ahead – Mathildenhöhe Darmstadt at 125“, mit der das 125-jährige Jubiläum des UNESCO-Welterbes Mathildenhöhe in Darmstadt gefeiert wird.

Das übergeordnete Ziel ist, dass die Veranstaltungen und Projekte Design als Werkzeug für gesellschaftlichen Wandel erlebbar machen und so über das Jahr hinaus eine nachhaltige Wirkung für die Region Frankfurt RheinMain entfalten. Darüber hinaus geht es darum, das Gestaltungspotenzial von Frankfurt RheinMain sichtbar werden zu lassen und die unterschiedlichen Akteur:innen langfristig miteinander zu vernetzen.

www.wdc2026.org/de

Zürich (CH)

Grafik. Visuelle Gestaltung im Alltag
17.7.2026 – 4.4.2027

Visuelle Kommunikation begleitet uns überall: auf Verpackungen, Plakaten, Briefmarken, Straßenschildern, Uhren, Inseraten oder in Leitsystemen. Anhand von Objekten aus der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums wird in der Ausstellung sichtbar, dass Gestaltung weit mehr ist als Dekoration: Sie ordnet Informationen, schafft Orientierung, erzeugt Emotionen, vermittelt Werte und kann gesellschaftliche Vorstellungen festigen oder hinterfragen.

Landesmuseum Zürich|www.nationalmuseum.ch