Stuttgart
Spoken Arts Festival
Festival für Sprache, Musik und Tanz
12. – 17.11.2026
Maßgeschneiderte Programme, die Brücken schlagen zwischen dem gesprochenen Wort und den anderen darstellenden Künsten – das ist der Kern des SPOKEN ARTS FESTIVALS, das 2026 in seine vierte Runde geht. Über die Dauer von sechs Tagen, vom 12. bis 17. November 2026, macht das Festival Station bei vielen unterschiedlichen Institutionen in Stuttgart, allen voran beim Schauspiel Stuttgart mit dem Schauspielhaus und Kammertheater. Mit im Boot sind weitere starke Kulturpartner*innen wie die Szene-Location Im Wizemann, der Württembergische Kunstverein, das Literaturhaus, der Hospitalhof, das Theaterhaus und der Erinnerungsort Hotel Silber.
Szenische Glanzlichter setzen unter anderem der sechsstündige Lesemarathon mit Miguel de Cervantes' Don Quijote von der Mancha oder die Lesung zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann mit Angela Winkler und ihrer Tochter Nele Winkler. Akteur*innen aus den Bereichen Literatur, Journalismus und Kulturwissenschaft bringen gesellschaftspolitische Perspektiven ein. Das besondere Augenmerk von Bettina Hering gilt dabei den Formaten, die zwischen Wort und Musik changieren – wie die Revue zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe oder der Eröffnungsabend mit einem speziell für das Festival zusammengestellten Sprechchor unter der Leitung des Wortkünstlers Timo Brunke. Auch aktuelle popkulturelle und gesellschaftspolitische Diskurse werden in den Blick genommen, beispielsweise mit einer Rap Show mit Flinta*-Artists oder dem Diskussions-Konzert-Hybrid Aus der Mitte entspringt ein Hit – Über Songtexte und ihre Performance mit unter anderem den Indie-Szenegrößen Christiane Rösinger, Ebow, Maurice Summen und Albrecht Schrader.
Locations: Im Wizemann, Erinnerungsort Hotel Silber, Hospitalhof Stuttgart, Literaturhaus Stuttgart, Schauspiel Stuttgart mit dem Kammertheater und seinem Foyer, Theaterhaus Stuttgart, Württembergischer Kunstverein
Zürich (CH)
unlesbar
02.10.2026 – 03.01.2027
Die Ausstellung des Museums Strauhof und des Schweizerischen Literaturarchivs (SLA) zeigt das «Unlesbare» als Ästhetik und als Herausforderung. Sie versammelt Dokumente, Texte und Objekte, die sich mit den Grenzen des Lesens, Verstehens und Entzifferns auseinandersetzen. Die Ausstellung «unlesbar» ist eine Einladung, genauer hinzusehen und einen produktiven Umgang mit dem zu finden, was unverständlich erscheint.
Ausgangspunkt der Ausstellung sind hochkarätige Dokumente aus den Beständen des SLA: winzige Zettel und abgenutzte Hefte, unleserliche Handschriften und verblichene Faxausdrucke. Der Umgang mit unlesbaren Archivalien gehört für die Mitarbeiter:innen des Archivs zum Alltag. Nach einer kurzen filmischen Fahrt in die Tiefe präsentiert die Krypta eine Auswahl an Exponaten aus den Beständen des SLA. Zentrales Element ist der Rollwagen, der als Bindeglied zwischen Tiefmagazin und Lesesaal sowie zwischen den verschiedenen Abteilungen und Arbeitsplätzen eine wichtige Transferfunktion für die archivierten Dokumente innehat. Der Raum spielt mit der Vorstellung vom Archiv als Schatzkammer, in der Kostbarkeiten darauf warten, ans Licht gebracht zu werden. Die unkommentierten Dokumente hinterfragen zudem die Konvention, erst zu lesen und dann zu schauen.
Im zweiten Teil der Ausstellung weitet sich der Fokus geographisch, zeitlich und thematisch, erlaubt aber auch immer wieder Rückbezüge auf das bereits Gesehene. Von heute nicht mehr entzifferbaren Schriftsystemen der Antike über die Lesbarkeit literarischer Werke bis zur heutigen Zeichenflut im öffentlichen Raum – das Phänomen «unlesbar» zeigt sich in zahllosen Facetten zwischen wertendem Urteil und aktuellem Befund.
Strauhof | www.strauhof.ch
Der Deutsche Jugendliteraturpreis
Der Deutsche Jugendliteraturpreis ist eine der wichtigsten Orientierungshilfen im ständig wachsenden Kinder- und Jugendbuchmarkt. Der Staatspreis wird seit 1956 jährlich verliehen. Stifter ist das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ausgerichtet wird er vom Dachverband Jugendliteratur.
Nominierungsbroschüre als Download www.jugendliteratur.org/_uploads_media/files/djlp_2026_nombrosch_web_011916.pdf
Marbach
›Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten‹
4.12.2025 – 21.1.2027
Rainer Maria Rilke zählt weltweit zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren. Die Ausstellung im Literaturmuseum der Moderne zum Auftakt des Rilke-Jahres richtet den Blick auf die verschiedenen sozialen, intellektuellen und künstlerischen Welten, in denen Rilke lebte —und ebenso auf jene Welten, die er literarisch gestaltete. Am 4. Dezember eröffnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Deutschen Literaturarchiv Marbach die große Ausstellung ›Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten‹. Die Schau zum Jubiläumsjahr – 150. Geburtstag am 4. Dezember 2025 und 100. Todestag am 29. Dezember 2026 – schöpft aus einer der weltweit bedeutendsten Rilke-Sammlungen. Der seit Gründung des Deutschen Literaturarchivs systematisch aufgebaute Bestand von Rilke-Archivalien konnte im Jahr 2022 mit der Übernahme des Rilke-Archivs Gernsbach umfassend erweitert werden.
Mit mehr als 200 Exponaten wird auf rund 800 Quadratmetern der ›ganze‹ Rilke in seinen verschiedenen Handlungsrollen und sozialen Bezügen sichtbar gemacht. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf die familiären, freundschaftlichen und amourösen Beziehungen Rilkes, auf seine Ambitionen als Bürger und Künstler, auf Rilke als Autor, Freund und Netzwerker im zeitgenössischen Literaturbetrieb, auf den Leser und Übersetzer Rilke, auf Rilke als Reisenden und auf Rilke im Bild. Zu Rilkes Inszenierung als Künstler gehörte die vermeintliche Vorausset- zungslosigkeit seines Werkes, das sich in explosionsartigen Schüben entfaltet hat. Entwurfshandschriften und Entstehungsvarianten seiner Texte verbarg Rilke lebenslang vor der Öffentlichkeit, ließ stattdessen kalligrafische Abschriften zirkulieren. Durch die 2022 neu in das Deutsche Literaturarchiv übernommenen Notizhefte, Briefe, Bücher, Bilder und anderen Objekte lassen sich exemplarisch einzelne Werkgeschichten rekonstruieren, von der Niederschrift erster Einfälle bis zu den Korrekturarbeiten für die Erstdrucke.
Literaturmuseum der Moderne | www.dia-marbach.de
Lübeck
100 Jahre Günter Grass
Das internationale Jubiläumsjahr 2027
Das Lübecker Günter Grass-Haus stellt das Jubiläumsprogramm für 2027 vor. Eine neue Dauerausstellung, die Nobelpreisträgerbibliothek, der „Tintenfleck“ – ein neuer Ort von Cornelia Funke –, internationale Kooperationen, Theater, Musik, Lesungen und Begegnungsformate machen das Jubiläumsjahr zu einem viel- seitigen Kulturereignis für Menschen jeden Alters. Ob Grass- Kenner oder neugieriger Erstentdecker, ob Literaturfan oder Museumsgast, ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener: 2027 eröffnet zahlreiche Zugänge zu einem der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.
Im Jahr 2027 jährt sich der Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers, Bildhauers, Malers und Grafikers Günter Grass zum 100. Mal. Das Günter Grass-Haus in Lübeck richtet gemeinsam mit einem internationalen Netzwerk von Partnern ein facettenreiches Festjahr aus, das Literatur und Bildende Kunst ebenso verbindet wie Theater, Musik, Wissenschaft und kulturelle Bildung. Das Jubiläumsjahr lädt dazu ein, Grass’ Werk neu zu entdecken, bekannte und unbekannte Seiten seines Schaffens kennenzulernen und seine Themen aus heutiger Per- spektive zu diskutieren. Grass’ Geburtsstadt Danzig und sein langjähriger Wirkungsort Lübeck bilden die Zentren des Jubiläumsjahres. Von dort aus spannt sich ein Netzwerk über Deutschland und Europa bis nach Übersee.

Seitenflügel und Skulpturenhof Günter Grass-Haus, 2021 © Margret Witzke
Calw
Hermann Hesse 250 Jahre - Ein Nobelpreisträger, zwei Jubiläen
150 Jahre Hermann Hesse, 100 Jahre „Der Steppenwolf“. Zwei Jubiläen, die es sich zu feiern lohnt. Darum steht das Jahr 2027 in Calw ganz im Zeichen des berühmtesten Sohnes der Stadt, in dem zahlreiche hochkarätige Veranstaltungen stattfinden, die sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Werk Hesses auseinandersetzen - modern, musikalisch, nachdenklich oder künstlerisch.
www.calw.de/hesse-jahr-2027
