Schaffhausen (CH)
Filmpremiere
„Hans & Hermann – eine Künstlerfreundschaft“
11.05.2026 in Schaffhausen
Hans & Hermann ist ein außergewöhnlicher Doku-Kurzfilm als Animations-Collage des Schweizer Künstlers Beat Toniolo, der mehr als 2 ½ Jahre an dem Projekt gearbeitet hat und das am 11. Mai im Kinepolis in Schaffhausen Weltpremiere hat und danach auf Tour u.a. nach China geht.
Der Film widmet sich der besonderen Beziehung zwischen dem Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse und seinem Malerfreund Hans Sturzenegger widmet: Der Kurzfilm (Länge ca. 25 Minuten) nähert sich dieser Verbindung in einer verdichteten, filmischen Form und verbindet Literatur, Bildende Kunst und Film zu einer vielschichtigen Erzählung. Grundlage sind umfangreiche Recherchen, Archivmaterialien, Briefwechsel sowie historische Zeitdokumente, die ein differenziertes Bild dieser künstlerischen Beziehung zeichnen. Er zeigt einen Einblick in die beschwerliche Schiffsreise der beiden Künstlerfreunde 1911 nach Hinter-Indien, welche auch ihre gemeinsame Beziehung auf eine Probe stellte, die doch etwa 40 Jahre dauern sollte.
Das Projekt entsteht im Kontext der 150. Geburtstage (2025) von Hans Sturzenegger und (2027 folgend) auch von Hermann Hesse, sowie Hesses 65. Todestag und versteht sich als Beitrag zum kulturhistorischen Gedenken an Leben und Werk des Autors und des Malers.

Marbach
›Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten‹
4.12.2025 – 21.1.2027
Rainer Maria Rilke zählt weltweit zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren. Die Ausstellung im Literaturmuseum der Moderne zum Auftakt des Rilke-Jahres richtet den Blick auf die verschiedenen sozialen, intellektuellen und künstlerischen Welten, in denen Rilke lebte —und ebenso auf jene Welten, die er literarisch gestaltete. Am 4. Dezember eröffnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Deutschen Literaturarchiv Marbach die große Ausstellung ›Und dann und wann ein weißer Elefant. Rilkes Welten‹. Die Schau zum Jubiläumsjahr – 150. Geburtstag am 4. Dezember 2025 und 100. Todestag am 29. Dezember 2026 – schöpft aus einer der weltweit bedeutendsten Rilke-Sammlungen. Der seit Gründung des Deutschen Literaturarchivs systematisch aufgebaute Bestand von Rilke-Archivalien konnte im Jahr 2022 mit der Übernahme des Rilke-Archivs Gernsbach umfassend erweitert werden.
Mit mehr als 200 Exponaten wird auf rund 800 Quadratmetern der ›ganze‹ Rilke in seinen verschiedenen Handlungsrollen und sozialen Bezügen sichtbar gemacht. Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf die familiären, freundschaftlichen und amourösen Beziehungen Rilkes, auf seine Ambitionen als Bürger und Künstler, auf Rilke als Autor, Freund und Netzwerker im zeitgenössischen Literaturbetrieb, auf den Leser und Übersetzer Rilke, auf Rilke als Reisenden und auf Rilke im Bild. Zu Rilkes Inszenierung als Künstler gehörte die vermeintliche Vorausset- zungslosigkeit seines Werkes, das sich in explosionsartigen Schüben entfaltet hat. Entwurfshandschriften und Entstehungsvarianten seiner Texte verbarg Rilke lebenslang vor der Öffentlichkeit, ließ stattdessen kalligrafische Abschriften zirkulieren. Durch die 2022 neu in das Deutsche Literaturarchiv übernommenen Notizhefte, Briefe, Bücher, Bilder und anderen Objekte lassen sich exemplarisch einzelne Werkgeschichten rekonstruieren, von der Niederschrift erster Einfälle bis zu den Korrekturarbeiten für die Erstdrucke.
Literaturmuseum der Moderne | www.dia-marbach.de

Rilke, Entwurf der ersten Duineser Elegie © Deutsches Literaturarchiv Marbach
