Bremen
BECOMING PAULA
London Berlin Worpswede Paris
150 Jahre Paula Modersohn-Becker
bis 13.09.2026
Das Paula Modersohn-Becker Museum, das zusammen mit der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung die weltweit umfangreichste öffentliche Sammlung ihrer Werke besitzt, nimmt den 150. Ge- burtstag seiner Namensgeberin zum Anlass für die große Sonder- ausstellung BECOMING PAULA. Sie zeigt, wie die Malerin schon in ihrer Studienzeit ihren eigenen, freien und selbstständigen künstlerischen Weg ging und diesen bis zu ihrem frühen Tod im Jahr 1907 konsequent verfolgte. Neben ihrem weitgehend un- bekannten Frühwerk und den berühmten Bildern ihrer letzten Lebensjahre rückt die Ausstellung erstmals auch die Rezeption der Malerin im 20. und 21. Jahrhundert in den Fokus.
Die Ausstellung BECOMING PAULA bietet mit rund 80 Gemälden und Papierarbeiten aus der Museumssammlung, den reichen Beständen der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung sowie selten gezeigten Arbeiten aus Privatbesitz und Leihgaben weiterer Institutionen einen fulminanten Einblick in die Facetten dieser einzigartigen Künstlerinnenbiografie.
Paula Modersohn-Becker Museum www.museum-boettcherstrasse.de
www.paula150.de
Basel (CH)
Helen Frankenthaler
18.4. – 23.8.2026
Mehr als fünfzig Werke aus sechs Jahrzehnten geben in der Sonderausstellung Helen Frankenthaler im Kunstmuseum Basel einen eindrucksvollen Einblick in das Schaffen einer der wichtigsten Künstlerinnen der US-amerikanischen Abstraktion. Frankenthalers farbintensive, meist grossformatige Gemälde lassen die Ausstellungsräume erstrahlen und ziehen die Besuchenden in ihren Bann. Bei der umfassenden Werkschau handelt es sich um die bislang grösste Ausstellung ihrer Malerei in Europa und ihre erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz.
Als wegweisende Künstlerin des abstrakten Expressionismus nimmt Helen Frankenthaler (1928–2011) eine zentrale Stellung in der US-amerikanischen Nachkriegskunst ein. Mit ihrer Soak-Stain-Technik revolutionierte sie die abstrakte Malerei und gab den entscheidenden Impuls für die Entwicklung der Farbfeldmalerei ab Mitte der 1950er Jahre in den USA. Ein besonderer Fokus der Ausstellung im Kunstmuseum Basel liegt auf ihrer intensiven und das gesamte Œuvre durchziehenden Auseinandersetzung mit kunsthistorischen Vorbildern vom 15. bis 20. Jahrhundert, von denen einige erstmals neben den Werken der Künstlerin gezeigt werden. Diese Gegenüberstellung erweitert das Verständnis für die abstrakten Bilder Frankenthalers.
Kunstmuseum Basel | www.kunstmuseumbasel.ch
Helen Frankenthaler in her studio on East 83rd Street, New York, 1974, Photo Credit: Alexander Liberman, © J. Paul Getty Trust / Photo Credit: Werke © 2026 Helen Frankenthaler Foundation, Inc / VG Bild_Kunst, Bonn 2026
München
Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter
bis 05.09.2026
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Vision. Sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern.
Besonders wichtig in diesem Unterfangen waren die beiden Ausstellungen der Redaktion Der Blaue Reiter in München 1911–12. Der Titel nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs: Dieses programmatische Jahrbuch etablierte den Blauen Reiter als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens. Der Blaue Reiter war jedoch mehr als das: Er basierte auf einem Netzwerk des Austauschs, das kulturelle Unterschiede als kreative Ressource verstand. In einem transnationalen Dialog – vom Deutschen Kaiserreich und Frankreich bis ins Russische Reich und in die USA – schufen die Beteiligten neue Bildsprachen für eine sich wandelnde Welt. Viele von ihnen lebten unkonventionelle Lebensentwürfe, stellten Geschlechterrollen in Frage und suchten nach neuen Formen der Darstellung jenseits bürgerlicher Normen.
Die Ausstellung rückt ihre wegweisenden Errungenschaften in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.
Galerie im Lenbachhaus | www.lenbachhaus.de
Paris (F)
Calder. Rêver en Équilibre
bis 16.08.2026
Vom 15. April bis zum 16. August 2026 feiert die Fondation Louis Vuitton den 100. Jahrestag der Ankunft von Alexander Calder (1898–1976) in Frankreich im Jahr 1926 sowie seinen 50. Todestag mit einer Retrospektive, die alle Facetten seines Werks beleuchtet. „Calder. Rêver en Équilibre“ umfasst ein halbes Jahrhundert künstlerischen Schaffens – von den späten 1920er-Jahren und den ersten Aufführungen seines Cirque Calder, die die Pariser Avantgarde faszinierten, bis hin zu den monumentalen Skulpturen, die die Kunst im öffentlichen Raum in den 1960er- und 1970er-Jahren neu definierten. In der Fondation Louis Vuitton verwandeln Calders Mobiles – schwebend in der Architektur von Frank Gehry – die Ausstellung in einen choreografierten Tanz.
Als eine der bedeutendsten Ausstellungen, die Alexander Calder je gewidmet wurden, entstand „Calder. Rêver en Équilibre“ in enger Zusammenarbeit mit der Calder Foundation, ihrem Hauptleihgeber. Die Schau zeigt zudem Leihgaben internationaler Institutionen und bedeutender Privatsammlungen und führt fast 300 Werke zusammen: Stabiles und Mobiles – um die Calder’sche Terminologie für statische und kinetische Abstraktionen zu verwenden – sowie Drahtporträts, geschnitzte Holzfiguren, Gemälde, Zeichnungen und sogar Schmuck, der als Unikat-Skulptur entworfen wurde. Auf dem chronologischen Rundgang über mehr als 3.000 m² werden die grundlegenden künstlerischen Anliegen Calders hervorgehoben: allen voran die Bewegung, aber auch Licht, Reflexion, bescheidene Materialien, Klang, das Vergängliche, die Schwerkraft, die Performance und das Zusammenspiel von positivem und negativem Raum.
Fondation Louis Vuitton | www.fondationlouisvuitton.fr/fr
Berlin
Ruin und Rausch. Berlin 1910–1930
bis 03.01.2027
Eine Sonderausstellung der Neuen Nationalgalerie – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Mit „Ruin und Rausch“ nimmt die Neue Nationalgalerie ausgewählte Werke ihrer herausragenden Sammlung der Klassischen Moderne in den Blick, die das Berlin der 1910er- und 1920er-Jahre thematisieren. Diese Jahrzehnte – geprägt von Erstem Weltkrieg und Weimarer Re- publik – oszillierten beständig zwischen Gegensätzen: Exzess und Armut, Emanzipation und Extremismus gingen in der rasant wach- senden, kosmopolitischen Metropole Hand in Hand. Mit rund 35 Werken unterschiedlicher Stilrichtungen macht die fokussierte Aus- stellung die Ambivalenz von Glanz und Elend, Aufstieg und Abgrund im damaligen Berlin erlebbar.
Neue Nationalgalerie | www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/home/
Berlin-Alte Nationalgalerie_Credit
Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus
22.05. – 27.09.2025
Die Alte Nationalgalerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer (1871–1926) einen der bedeutendsten Kunsthändler seiner Zeit. Anlass ist sowohl der 100. Todestag Cassirers als auch das 150-jährige Jubiläum des Gebäudes der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel Berlin. Die Sammlung der Nationalgalerie ist in vielerlei Hinsicht mit Cassirers Wirken verknüpft. Die Ausstellung zeigt entlang von über 120 Werken des Impressionismus und der klassischen Moderne das beeindruckende Engagement Paul Cassirers für die Kunst.
Alte Nationalgalerie | www.smb.museum/museen-einrichtungen/alte-nationalgalerie/home/
New York (USA)
Marcel Duchamp – Retrospective
bis 22.08.2026
The Museum of Modern Art announces Marcel Duchamp, the first North American retrospective of the artist’s work in over 50 years, on view from April 12 through August 22, 2026, in the Steven and Alexandra Cohen Center for Special Exhibitions. The last major retrospective of Marcel Duchamp’s (American, born France. 1887–1968) work was the 1973 survey co-organized by MoMA and the Philadelphia Museum of Art; this exhibition offers 21st-century audiences the first opportunity to view the breadth of the artist’s creative output. The exhibition will present work across six decades of the artist’s multifaceted career, spanning all mediums, including painting, sculpture, film, photography, drawings, and printed matter.
MoMA | www.moma.org
Berlin
Marina Abramović: Balkan Erotic Epic. The Exhibition
bis 23.08.2026
Im Frühjahr 2026 präsentiert der Gropius Bau Balkan Erotic Epic. The Exhibition von Marina Abramović, einer der einflussreichsten zeitgenössischen Künstler*innen. Die Ausstellung erstreckt sich über zehn Räume im Erdgeschoss sowie den Lichthof und das Restaurant Beba und zeigt, was die Performance-Künstlerin selbst als „das ambitionierteste Werk meiner Karriere“ bezeichnet. Das auf das 75-jährige Jubiläum der Berliner Festspiele zugeschnittene, genreübergreifende Projekt besteht aus zwei Teilen: der Ausstellung im Gropius Bau und einer vierstündigen Bühnenproduktion, die im Oktober die Performing Arts Season eröffnen wird. Balkan Erotic Epic. The Exhibition ist Marina Abramovićs erste große Einzelausstellung in Berlin seit den 1990er Jahren. Sie stellt historische Werke neuen Videoinstallationen gegenüber und untersucht, wie die Künstlerin den Körper als wirkmächtige Ressource einsetzt, um sich mit politischen Strukturen, historischen Erzählungen und den Mythologien des Balkans auseinanderzusetzen.
Gropiusbau | www.berlinerfestspiele.de/gropius-bau
Bonn
SEX WORK
Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit
bis 25.10.2026
Die Geschichte der Sexarbeit lässt sich von weit vor der Antike bis in die Gegenwart verfolgen. Welches Menschenbild die Zeit prägte, welche Werte galten und wer Macht ausübte, lässt sich auch daran ablesen, wie gesellschaftlich mit Sexarbeit umgegangen wurde. Die Ausstellung setzt Schlaglichter auf Kunst- und Kulturgeschichte ebenso wie auf gesellschaftspolitische Themen der Gegenwart.
Bundeskunsthalle | www.bundeskunsthalle.de
Emden
BILDER, DIE WIR LIEBEN
40 Jahre Kunsthalle Emden
bis 02.05.2027
2026 feiert die Kunsthalle Emden ihr 40-jähriges Bestehen – Anlass, zurückzublicken und zugleich Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Das Jubiläumsprogramm beginnt mit einer opulenten Ausstellung zur Sammlung des Hauses unter dem Titel „Bilder, die wir lieben“ - eine Hommage an die Gründer Eske und Henri Nannen und zugleich ein Gang durch 130 Jahre europäischer Kunstgeschichte. Die Geschichte der Kunsthalle Emden beginnt mit der Idee, die die Kunstsammlung Henri Nannens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Heute zählt die Kunsthalle Emden zu den wichtigsten Kunstmuseen Norddeutschlands. Mit einer umfangreichen Sammlung von Kunst des 20. und des 21. Jahrhunderts sowie mehr als 150 Sonderausstellungen hieß die Kunsthalle Emden in vier Jahrzehnten über 2,5 Millionen Gäste willkommen.
Kunsthalle Emden | www-kunsthalle-emden.de
