Bern (CH)
Franz Gertsch. Blow-Up (Part I)
14.08.2026 - 17.01.2027
Das Kunstmuseum Bern und das Museum Franz Gertsch übernehmen in Kooperation vom Louisiana Museum of Modern Art (DK) und den Deichtorhallen Hamburg (D) die erste umfassende Retrospektive nach dem Tod von Franz Gertsch (1930–2022), an der der Künstler noch selbst mitgewirkt hat. Während das Kunstmuseum Bern einen Überblick über bedeutende Werke und Schaffensphasen von 1956 bis 2021 zeigt, konzentriert sich das Museum Franz Gertsch auf ausgewählte Gemälde aus den Jahren 1970 bis 2021, mit besonderem Fokus auf die Modelle Patti Smith, Luciano Castelli und Irene Staub. Weiterhin zeigt es Frauenporträts und Naturdarstellungen in Gemälden und Holzschnitten. Dabei werden zwei Gemälde das erste Mal in der Schweiz gezeigt und Werkgruppen nach Jahrzehnten wieder zusammen präsentiert.
Kunstmuseum Bern | www.kunstmuseumbern.ch
Museum Franz Gertsch, Burgdorf | www.museum-franzgertsch.ch
Düsselorf
Niki de Saint Phalle
Dream Machine
10.09.2026 – 02.02.2027
Sie fragte nicht um Erlaubnis, sondern nahm sich, was Männer selbstverständlich besaßen: Einfluss und Macht, nicht nur in der Kunst, auch in der Öffentlichkeit. So unterlief Niki de Saint Phalle (1930–2002) seit ihren ersten Aktionen gesellschaftliche Erwartungen und sprengte Grenzen. In einer groß angelegten Ausstellung rückt der Kunstpalast nun Ihre künstlerische Selbstbehauptung inmitten einer männlich dominierten Kunstszene in den Mittelpunkt. Durch vier Jahrzehnte hindurch wird ihr Kampf gegen Strukturen beleuchtet, die die Selbstbestimmung von Frauen verhindern, insbesondere die über ihren eigenen Körper. Gezeigt werden ihre berühmten Schießbilder, Frauenfiguren, Happenings und Filme sowie Modelle von Großplastiken im Landschaftsraum. Ihr künstlerisches Umfeld und Zusammenarbeiten mit Jean Tinguely oder Robert Rauschenberg werden ebenso betrachtet wie ihr Zeitgenossinnen gegenüber gestellt werden, darunter Yayoi Kusama, Dorothy Iannone und Alina Szapocznikow.
Die Ausstellung DREAM MACHINE mit mehr als 100 Werken entsteht in Kooperation mit dem Nationalmuseum in Wrocław sowie in enger Zusammenarbeit mit der Niki Charitable Art Foundation San Diego und dem Sprengel Museum Hannover.
Museum Kunstpalast | www.kunstpalast.de
Amsterdam (NL)
Willem de Kooning
At Work
09.10.2026 – 17.01.2027
Hundert Jahre nachdem Willem de Kooning Rotterdam verlassen hatte, um ein neues Leben in New York zu beginnen, holt das Rijksmuseum den Künstler mit der Ausstellung Willem de Kooning at work zurück in die Niederlande, der größten ihm gewidmeten Schau in Europa seit über 40 Jahren. Mit mehr als 120 Werken bietet die bahnbrechende Schau des Rijksmuseums einen umfassenden Überblick über sein zeichnerisches Schaffen, ergänzt durch eine Auswahl von de Koonings berühmtesten Gemälden und Skulpturen. Die Zeichnungen machen die Entwicklung eines modernen Meisters nachvollziehbar, der die Kunst verändert hat, und bieten einen faszinierenden Einblick in die Praxis eines Künstlers, der fortwährend auf der Suche nach Erneuerung war. Während der Schau werden auch zwei von de Koonings ikonischsten Gemälden – Woman I und Woman and Bicycle – in der Ehrengalerie (Gallery of Honour) des Rijksmuseums inmitten der großen Meister der niederländischen Malerei präsentiert.
Willem de Kooning at work wird vom 9. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027 zu sehen sein. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Art Institute of Chicago und The Willem de Kooning Foundation in New York. Ermöglicht wurde die Ausstellung dank der Unterstützung von The Willem de Kooning Foundation, Vriendenloterij, Ammodo Art, Art Mentor Foundation Lucerne, Blockbusterfonds, Rijksmuseum International Circle, Rijksmuseum Friends und dem Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft.
Rijksmuseum | www.rijksmuseum.nl/de/besuchen
Wien (A)
Picasso – Bacon
What It Feels Like to Be Human
18.09.2026 – 31.01.2027
In einer spannungsvollen Gegenüberstellung zeigt die großangelegte Ausstellung die beiden bedeutendsten figurativen Maler des 20. Jahrhunderts, Pablo Picasso und Francis Bacon. Unter dem Eindruck Picassos fasste Bacon den Entschluss, Maler zu werden. Sein Leben lang sollte er mit dieser großen Vaterfigur ringen – und letztlich danach streben, sie zu übertreffen. Für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wollte Bacon das sein, was Picasso für die erste war: Chronist des Menschseins in all seiner Zerrissenheit. Beide Jahrhundertkünstler rückten die menschliche Existenz ins Zentrum ihrer Bildwelt. Beide beschäftigte der menschliche Körper – zerrissen, neu zusammengesetzt und mit radikaler Kraft neu erfunden. In ihren verzerrten Darstellungen zeigen sie Schmerz, Begierde und Verletzlichkeit und halten der modernen Seele einen schonungslosen Spiegel vor. Themen wie Kreuzigungen, Schreie, Stierkampf, Akte und die „Tränen des Eros“ offenbaren für beide das Drama des Lebens. Obwohl Picasso selbst nicht von Bacon beeinflusst war, verfolgte auch er dessen Karriere aufmerksam. Rund 70 Schlüsselwerke aus internationalen Museen und Privatsammlungen illustrieren in einer eindrucksvollen Konfrontation die Gemeinsamkeiten im Œuvre der beiden Meister und die Bedeutung Picassos für die nachfolgende Künstlergeneration.
Albertina | www.albertina.at
Bremen
BECOMING PAULA
London Berlin Worpswede Paris
150 Jahre Paula Modersohn-Becker
bis 13.09.2026
Das Paula Modersohn-Becker Museum, das zusammen mit der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung die weltweit umfangreichste öffentliche Sammlung ihrer Werke besitzt, nimmt den 150. Ge- burtstag seiner Namensgeberin zum Anlass für die große Sonder- ausstellung BECOMING PAULA. Sie zeigt, wie die Malerin schon in ihrer Studienzeit ihren eigenen, freien und selbstständigen künstlerischen Weg ging und diesen bis zu ihrem frühen Tod im Jahr 1907 konsequent verfolgte. Neben ihrem weitgehend un- bekannten Frühwerk und den berühmten Bildern ihrer letzten Lebensjahre rückt die Ausstellung erstmals auch die Rezeption der Malerin im 20. und 21. Jahrhundert in den Fokus.
Die Ausstellung BECOMING PAULA bietet mit rund 80 Gemälden und Papierarbeiten aus der Museumssammlung, den reichen Beständen der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung sowie selten gezeigten Arbeiten aus Privatbesitz und Leihgaben weiterer Institutionen einen fulminanten Einblick in die Facetten dieser einzigartigen Künstlerinnenbiografie.
Paula Modersohn-Becker Museum www.museum-boettcherstrasse.de
www.paula150.de
München
Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter
bis 05.09.2026
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Vision. Sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern.
Besonders wichtig in diesem Unterfangen waren die beiden Ausstellungen der Redaktion Der Blaue Reiter in München 1911–12. Der Titel nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs: Dieses programmatische Jahrbuch etablierte den Blauen Reiter als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens. Der Blaue Reiter war jedoch mehr als das: Er basierte auf einem Netzwerk des Austauschs, das kulturelle Unterschiede als kreative Ressource verstand. In einem transnationalen Dialog – vom Deutschen Kaiserreich und Frankreich bis ins Russische Reich und in die USA – schufen die Beteiligten neue Bildsprachen für eine sich wandelnde Welt. Viele von ihnen lebten unkonventionelle Lebensentwürfe, stellten Geschlechterrollen in Frage und suchten nach neuen Formen der Darstellung jenseits bürgerlicher Normen.
Die Ausstellung rückt ihre wegweisenden Errungenschaften in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.
Galerie im Lenbachhaus | www.lenbachhaus.de
Berlin
Ruin und Rausch. Berlin 1910–1930
bis 03.01.2027
Eine Sonderausstellung der Neuen Nationalgalerie – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Mit „Ruin und Rausch“ nimmt die Neue Nationalgalerie ausgewählte Werke ihrer herausragenden Sammlung der Klassischen Moderne in den Blick, die das Berlin der 1910er- und 1920er-Jahre thematisieren. Diese Jahrzehnte – geprägt von Erstem Weltkrieg und Weimarer Re- publik – oszillierten beständig zwischen Gegensätzen: Exzess und Armut, Emanzipation und Extremismus gingen in der rasant wach- senden, kosmopolitischen Metropole Hand in Hand. Mit rund 35 Werken unterschiedlicher Stilrichtungen macht die fokussierte Aus- stellung die Ambivalenz von Glanz und Elend, Aufstieg und Abgrund im damaligen Berlin erlebbar.
Neue Nationalgalerie | www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/home/
Berlin-Alte Nationalgalerie_Credit
Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus
22.05. – 27.09.2025
Die Alte Nationalgalerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer (1871–1926) einen der bedeutendsten Kunsthändler seiner Zeit. Anlass ist sowohl der 100. Todestag Cassirers als auch das 150-jährige Jubiläum des Gebäudes der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel Berlin. Die Sammlung der Nationalgalerie ist in vielerlei Hinsicht mit Cassirers Wirken verknüpft. Die Ausstellung zeigt entlang von über 120 Werken des Impressionismus und der klassischen Moderne das beeindruckende Engagement Paul Cassirers für die Kunst.
Alte Nationalgalerie | www.smb.museum/museen-einrichtungen/alte-nationalgalerie/home/
Bonn
SEX WORK
Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit
bis 25.10.2026
Die Geschichte der Sexarbeit lässt sich von weit vor der Antike bis in die Gegenwart verfolgen. Welches Menschenbild die Zeit prägte, welche Werte galten und wer Macht ausübte, lässt sich auch daran ablesen, wie gesellschaftlich mit Sexarbeit umgegangen wurde. Die Ausstellung setzt Schlaglichter auf Kunst- und Kulturgeschichte ebenso wie auf gesellschaftspolitische Themen der Gegenwart.
Bundeskunsthalle | www.bundeskunsthalle.de
Emden
BILDER, DIE WIR LIEBEN
40 Jahre Kunsthalle Emden
bis 02.05.2027
2026 feiert die Kunsthalle Emden ihr 40-jähriges Bestehen – Anlass, zurückzublicken und zugleich Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Das Jubiläumsprogramm beginnt mit einer opulenten Ausstellung zur Sammlung des Hauses unter dem Titel „Bilder, die wir lieben“ - eine Hommage an die Gründer Eske und Henri Nannen und zugleich ein Gang durch 130 Jahre europäischer Kunstgeschichte. Die Geschichte der Kunsthalle Emden beginnt mit der Idee, die die Kunstsammlung Henri Nannens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Heute zählt die Kunsthalle Emden zu den wichtigsten Kunstmuseen Norddeutschlands. Mit einer umfangreichen Sammlung von Kunst des 20. und des 21. Jahrhunderts sowie mehr als 150 Sonderausstellungen hieß die Kunsthalle Emden in vier Jahrzehnten über 2,5 Millionen Gäste willkommen.
Kunsthalle Emden | www-kunsthalle-emden.de
