Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis am 6. Hochzeitstag, 1906, Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen © Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen

Bremen

BECOMING PAULA
London Berlin Worpswede Paris
150 Jahre Paula Modersohn-Becker
bis 13.09.2026

Das Paula Modersohn-Becker Museum, das zusammen mit der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung die weltweit umfangreichste öffentliche Sammlung ihrer Werke besitzt, nimmt den 150. Ge- burtstag seiner Namensgeberin zum Anlass für die große Sonder- ausstellung BECOMING PAULA. Sie zeigt, wie die Malerin schon in ihrer Studienzeit ihren eigenen, freien und selbstständigen künstlerischen Weg ging und diesen bis zu ihrem frühen Tod im Jahr 1907 konsequent verfolgte. Neben ihrem weitgehend un- bekannten Frühwerk und den berühmten Bildern ihrer letzten Lebensjahre rückt die Ausstellung erstmals auch die Rezeption der Malerin im 20. und 21. Jahrhundert in den Fokus.  

Die Ausstellung BECOMING PAULA bietet mit rund 80 Gemälden und Papierarbeiten aus der Museumssammlung, den reichen Beständen der Paula-Modersohn-Becker-Stiftung sowie selten gezeigten Arbeiten aus Privatbesitz und Leihgaben weiterer Institutionen einen fulminanten Einblick in die Facetten dieser einzigartigen Künstlerinnenbiografie.

Paula Modersohn-Becker Museum www.museum-boettcherstrasse.de
www.paula150.de

© Kai Geiger

Basel (CH)

Art Basel
18. – 21.6.2025
Preview Days am 16. und 17.6.2025 (nur auf Einladung)

Die Art Basel gilt seit langem als die Messe, auf der sich die internationale Kunstwelt versammelt, um die besten Werke auf dem Markt aus erster Hand zu erleben – in einem unvergleichlichen Umfeld von Qualität, Expertise und Einfluss. Seit über fünfzig Jahren im Herzen von Basel angesiedelt, kehrt die Flaggschiff-Ausgabe 2026 mit einem geschärften Fokus auf das zurück, was Basel seit jeher auszeichnet: eine beispiellose Konzentration musealer Werke, das Zusammentreffen der weltweit führenden Galerien, Sammler, Künstler und Institutionen sowie die einzigartige Erfahrung, die bedeutendste Kunst der Gegenwart zur selben Zeit an einem Ort zu sehen.

Mit 290 Galerien aus 43 Ländern und Territorien präsentiert die Ausgabe 2026 eine außergewöhnliche Bandbreite an Kunst – von seltenen Meisterwerken des 20. Jahrhunderts über Nachkriegsklassiker bis hin zu einigen der meistbeachteten künstlerischen Positionen der Gegenwart. In den Messehallen begegnen Besucher herausragenden Einzelausstellungen, historisch bedeutenden Werken, ambitionierten Großinstallationen sowie neuen Arbeiten der nächsten Künstlergeneration, die die Zukunft des Feldes prägt. Basel ist seit langem für seine Kultur der Kennerschaft bekannt und bleibt ein Ort, an dem anspruchsvolle Sammler und Institutionen Kunst durch genaues Hinsehen, Expertise und Dialog erschließen.

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Basel (CH)

Helen Frankenthaler
18.4. – 23.8.2026

Mehr als fünfzig Werke aus sechs Jahrzehnten geben in der Sonderausstellung Helen Frankenthaler im Kunstmuseum Basel einen eindrucksvollen Einblick in das Schaffen einer der wichtigsten Künstlerinnen der US-amerikanischen Abstraktion. Frankenthalers farbintensive, meist grossformatige Gemälde lassen die Ausstellungsräume erstrahlen und ziehen die Besuchenden in ihren Bann. Bei der umfassenden Werkschau handelt es sich um die bislang grösste Ausstellung ihrer Malerei in Europa und ihre erste institutionelle Einzelausstellung in der Schweiz.

Als wegweisende Künstlerin des abstrakten Expressionismus nimmt Helen Frankenthaler (1928–2011) eine zentrale Stellung in der US-amerikanischen Nachkriegskunst ein. Mit ihrer Soak-Stain-Technik revolutionierte sie die abstrakte Malerei und gab den entscheidenden Impuls für die Entwicklung der Farbfeldmalerei ab Mitte der 1950er Jahre in den USA. Ein besonderer Fokus der Ausstellung im Kunstmuseum Basel liegt auf ihrer intensiven und das gesamte Œuvre durchziehenden Auseinandersetzung mit kunsthistorischen Vorbildern vom 15. bis 20. Jahrhundert, von denen einige erstmals neben den Werken der Künstlerin gezeigt werden. Diese Gegenüberstellung erweitert das Verständnis für die abstrakten Bilder Frankenthalers.

Kunstmuseum Basel | www.kunstmuseumbasel.ch

Helen Frankenthaler in her studio on East 83rd Street, New York, 1974, Photo Credit: Alexander Liberman, © J. Paul Getty Trust / Photo Credit: Werke © 2026 Helen Frankenthaler Foundation, Inc / VG Bild_Kunst, Bonn 2026
Franz Marc, Kühe, rot, grün, gelb, 1911, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich

München

Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter
bis 05.09.2026

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Vision. Sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern.

Besonders wichtig in diesem Unterfangen waren die beiden Ausstellungen der Redaktion Der Blaue Reiter in München 1911–12. Der Titel nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs: Dieses programmatische Jahrbuch etablierte den Blauen Reiter als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens. Der Blaue Reiter war jedoch mehr als das: Er basierte auf einem Netzwerk des Austauschs, das kulturelle Unterschiede als kreative Ressource verstand. In einem transnationalen Dialog – vom Deutschen Kaiserreich und Frankreich bis ins Russische Reich und in die USA – schufen die Beteiligten neue Bildsprachen für eine sich wandelnde Welt. Viele von ihnen lebten unkonventionelle Lebensentwürfe, stellten Geschlechterrollen in Frage und suchten nach neuen Formen der Darstellung jenseits bürgerlicher Normen.

Die Ausstellung rückt ihre wegweisenden Errungenschaften in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.

Galerie im Lenbachhaus | www.lenbachhaus.de

Installation view of the exhibition Calder. Rêver en équilibre, exhibition presented from April 15 to August 16 2026 at Fondation Louis Vuitton, Paris. © 2026 Calder Foundation, New York / ADAGP, Paris © Fondation Louis Vuitton / David Bordes

Paris (F)

Calder. Rêver en Équilibre
bis 16.08.2026

Vom 15. April bis zum 16. August 2026 feiert die Fondation Louis Vuitton den 100. Jahrestag der Ankunft von Alexander Calder (1898–1976) in Frankreich im Jahr 1926 sowie seinen 50. Todestag mit einer Retrospektive, die alle Facetten seines Werks beleuchtet. „Calder. Rêver en Équilibre“ umfasst ein halbes Jahrhundert künstlerischen Schaffens – von den späten 1920er-Jahren und den ersten Aufführungen seines Cirque Calder, die die Pariser Avantgarde faszinierten, bis hin zu den monumentalen Skulpturen, die die Kunst im öffentlichen Raum in den 1960er- und 1970er-Jahren neu definierten. In der Fondation Louis Vuitton verwandeln Calders Mobiles – schwebend in der Architektur von Frank Gehry – die Ausstellung in einen choreografierten Tanz.

Als eine der bedeutendsten Ausstellungen, die Alexander Calder je gewidmet wurden, entstand „Calder. Rêver en Équilibre“ in enger Zusammenarbeit mit der Calder Foundation, ihrem Hauptleihgeber. Die Schau zeigt zudem Leihgaben internationaler Institutionen und bedeutender Privatsammlungen und führt fast 300 Werke zusammen: Stabiles und Mobiles – um die Calder’sche Terminologie für statische und kinetische Abstraktionen zu verwenden – sowie Drahtporträts, geschnitzte Holzfiguren, Gemälde, Zeichnungen und sogar Schmuck, der als Unikat-Skulptur entworfen wurde. Auf dem chronologischen Rundgang über mehr als 3.000 m² werden die grundlegenden künstlerischen Anliegen Calders hervorgehoben: allen voran die Bewegung, aber auch Licht, Reflexion, bescheidene Materialien, Klang, das Vergängliche, die Schwerkraft, die Performance und das Zusammenspiel von positivem und negativem Raum.

Fondation Louis Vuitton | www.fondationlouisvuitton.fr/fr

ERNST LUDWIG KIRCHNER , Potsdamer Platz , 1914, Öl auf Leinwand | Oil on canvas 200 x 150 cm

Berlin

Ruin und Rausch. Berlin 1910–1930
bis 03.01.2027

Eine Sonderausstellung der Neuen Nationalgalerie – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Mit „Ruin und Rausch“ nimmt die Neue Nationalgalerie ausgewählte Werke ihrer herausragenden Sammlung der Klassischen Moderne in den Blick, die das Berlin der 1910er- und 1920er-Jahre thematisieren. Diese Jahrzehnte – geprägt von Erstem Weltkrieg und Weimarer Re- publik – oszillierten beständig zwischen Gegensätzen: Exzess und Armut, Emanzipation und Extremismus gingen in der rasant wach- senden, kosmopolitischen Metropole Hand in Hand. Mit rund 35 Werken unterschiedlicher Stilrichtungen macht die fokussierte Aus- stellung die Ambivalenz von Glanz und Elend, Aufstieg und Abgrund im damaligen Berlin erlebbar.

Neue Nationalgalerie | www.smb.museum/museen-einrichtungen/neue-nationalgalerie/home/

Edgar Degas, Die Orchestermusiker, 1872 © Städel Museum, Frankfurt am Main

Berlin-Alte Nationalgalerie_Credit

Cassirer und der Durchbruch des Impressionismus
22.05. – 27.09.2025

Die Alte Nationalgalerie würdigt im Jahr 2026 mit Paul Cassirer (1871–1926) einen der bedeutendsten Kunsthändler seiner Zeit. Anlass ist sowohl der 100. Todestag Cassirers als auch das 150-jährige Jubiläum des Gebäudes der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel Berlin. Die Sammlung der Nationalgalerie ist in vielerlei Hinsicht mit Cassirers Wirken verknüpft. Die Ausstellung zeigt entlang von über 120 Werken des Impressionismus und der klassischen Moderne das beeindruckende Engagement Paul Cassirers für die Kunst.

Alte Nationalgalerie | www.smb.museum/museen-einrichtungen/alte-nationalgalerie/home/

Marcel Duchamp. Fountain, 1950 (replica of 1917 original). Porcelain urinal, 12 x 15 x 18 inches (30.5 x 38.1 x 45.7 cm). Philadelphia Art Museum: 125th Anniversary Acquisition. Gift (by exchange) of Mrs. Herbert Cameron Morris

New York (USA)

Marcel Duchamp – Retrospective
bis 22.08.2026

The Museum of Modern Art announces Marcel Duchamp, the first North American retrospective of the artist’s work in over 50 years, on view from April 12 through August 22, 2026, in the Steven and Alexandra Cohen Center for Special Exhibitions. The last major retrospective of Marcel Duchamp’s (American, born France. 1887–1968) work was the 1973 survey co-organized by MoMA and the Philadelphia Museum of Art; this exhibition offers 21st-century audiences the first opportunity to view the breadth of the artist’s creative output. The exhibition will present work across six decades of the artist’s multifaceted career, spanning all mediums, including painting, sculpture, film, photography, drawings, and printed matter.

MoMA | www.moma.org 

Marina Abramović: Balkan Erotic Epic. The Exhibition, Installationsansicht, Gropius Bau, 2026 © Gropius Bau, Foto: Rosa Merk

Berlin

Marina Abramović: Balkan Erotic Epic. The Exhibition
bis 23.08.2026

Im Frühjahr 2026 präsentiert der Gropius Bau Balkan Erotic Epic. The Exhibition von Marina Abramović, einer der einflussreichsten zeitgenössischen Künstler*innen. Die Ausstellung erstreckt sich über zehn Räume im Erdgeschoss sowie den Lichthof und das Restaurant Beba und zeigt, was die Performance-Künstlerin selbst als „das ambitionierteste Werk meiner Karriere“ bezeichnet.  Das auf das 75-jährige Jubiläum der Berliner Festspiele zugeschnittene, genreübergreifende Projekt besteht aus zwei Teilen: der Ausstellung im Gropius Bau und einer vierstündigen Bühnenproduktion, die im Oktober die Performing Arts Season eröffnen wird.  Balkan Erotic Epic. The Exhibition ist Marina Abramovićs erste große Einzelausstellung in Berlin seit den 1990er Jahren. Sie stellt historische Werke neuen Videoinstallationen gegenüber und untersucht, wie die Künstlerin den Körper als wirkmächtige Ressource einsetzt, um sich mit politischen Strukturen, historischen Erzählungen und den Mythologien des Balkans auseinanderzusetzen.

Gropiusbau | www.berlinerfestspiele.de/gropius-bau

Ausstellungsplakat © Bundeskunsthalle, Bonn

Bonn

SEX WORK
Eine Kulturgeschichte der Sexarbeit
bis 25.10.2026

Die Geschichte der Sexarbeit lässt sich von weit vor der Antike bis in die Gegenwart verfolgen. Welches Menschenbild die Zeit prägte, welche Werte galten und wer Macht ausübte, lässt sich auch daran ablesen, wie gesellschaftlich mit Sexarbeit umgegangen wurde.  Die Ausstellung setzt Schlaglichter auf Kunst- und Kulturgeschichte ebenso wie auf gesellschaftspolitische Themen der Gegenwart.

Bundeskunsthalle | www.bundeskunsthalle.de

Sonia Delaunay-Terk, Deux Filettes Finlandaises, 1907 © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Emden

BILDER, DIE WIR LIEBEN
40 Jahre Kunsthalle Emden
bis 02.05.2027

2026 feiert die Kunsthalle Emden ihr 40-jähriges Bestehen – Anlass, zurückzublicken und zugleich Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Das Jubiläumsprogramm beginnt mit einer opulenten Ausstellung zur Sammlung des Hauses unter dem Titel „Bilder, die wir lieben“ - eine Hommage an die Gründer Eske und Henri Nannen und zugleich ein Gang durch 130 Jahre europäischer Kunstgeschichte.  Die Geschichte der Kunsthalle Emden beginnt mit der Idee, die die Kunstsammlung Henri Nannens der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Heute zählt die Kunsthalle Emden zu den wichtigsten Kunstmuseen Norddeutschlands. Mit einer umfangreichen Sammlung von Kunst des 20. und des 21. Jahrhunderts sowie mehr als 150 Sonderausstellungen hieß die Kunsthalle Emden in vier Jahrzehnten über 2,5 Millionen Gäste willkommen.

Kunsthalle Emden | www-kunsthalle-emden.de

«Berührung des Essenziellen»: Kunsthaus Zürich präsentiert Wolfgang Laib
ab 3.10.225


Ab dem 3. Oktober 2025 zeigt das Kunsthaus Zürich im Rahmen der «ReCollect!»- Serie zusammen mit dem deutschen Künstler Wolfgang Laib (*1950 Metzingen) eine Ausstellung, die Arbeiten Laibs mit ausgewählten Werken der Sammlung des Kunsthaus Zürich verbindet. Laib gehört zu den wichtigsten Kunstschaffenden unserer Zeit und hat in Europa, den USA und Asien in zahlreichen bedeutenden Museen, Ausstellungshäusern und historischen Gebäuden ausgestellt.

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Refik Anadol © Kai Geiger

Zürich (CH)

Refik Anadol „Glacier Dreams”
seit 18.1.20205

Mit seiner beeindruckenden Visualisierung der Schönheit und Zerbrechlichkeit von Gletschern der Welt, will Refik Anadol nicht nur auf den Klimawandel aufmerksam machen, sondern auch ein multisensorisches Betrachtungserlebnis schaffen. «Glacier Dreams» ist ein immersiver digitaler Raum, der Kunst, Technologie und Klimathematik auf spektakuläre Weise vereint. Dieses Werk, das erstmals in Zürich, im Kunsthaus Zürich, gezeigt wird, hat das Potenzial, zu einem weiteren Publikumsliebling im Kunsthaus zu werden. Es wurde dem Kunsthaus Zürich von der Bank Julius Bär geschenkt und ist seit dem 18. Januar zu sehen.

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