London (GBB)

Fashioning Masculinities: The Art of Menswear
bis 6.11.2022

In einer Zeit beispielloser Kreativität in der Männermode erforscht diese Ausstellung, wie Designer, Schneider und Künstler - und ihre Kunden und Betrachter - Männlichkeit konstruiert und inszeniert haben und wie sie diese an den Nähten aufgerissen haben. In drei Kapiteln erzählt die Ausstellung «Fashioning Masculinities: The Art of Menswear» im Londoner Victoria and Albert Museum die Geschichte der Männermode und wagt einen Blick nach vorne. Dabei zeigt sich: Männermode kann mehr als nur starre Männerbilder zementieren. Die Ausstellung „Fashioning Masculinities: The Art of Menswear“ stellt neben der Mode auch Designer, Schneider und Künstler von damals bis heute vor. Der Ansatz der Ausstellung ist sowohl die Mode als auch die Kunst zu betrachten.

V&A Museum |www.vam.ac.uk

Foto links: Orange Culture, Autumn Winter 2020 Flower Boy two-piece set, photographed by Mikey Oshai, image courtesy of Adebayo Oke-Lawal (c) Orange Culture, Foto rechts: Alessandro Michele for Gucci. Look 7 FW 2015. © Courtesy of Gucci

Ellen von Unwerth Lana del Rey, 2012 C-print © Ellen von Unwerth Studios

Bedburg-Hau

Female View
Modefotografinnen von der Moderne bis zum Digitalen Zeitalter
24.9.2022 - 15.1.2023

Modefotografie wurde über Jahrzehnte von Frauen geprägt. Die meisten von ihnen haben für einflussreiche Magazine wie Harpers Bazaar und Vogue gearbeitet und so den Stil ihrer Zeit sowie andere Künstler:innen geprägt. Eine Vielzahl von Ausstellungen zur Modefotografie bildete bislang vor allem den männlichen Blick auf den weiblichen Körper ab. Dabei sind Betrachter:innen dieser Bilder meist weiblich. Diese Problematik verknüpft sich mit dem weiter gefassten Bereich des Mode-Business, das zwar zu großen Teilen auf weibliche Zielgruppen ausgerichtet ist, dessen Vorstandsgremien jedoch vielfach von männlichen Führungspersönlichkeiten besetzt sind. In diesem Kontext lässt sich ebenfalls der gesellschaftliche und politische Wandel nachzeichnen, der sich anhand der weiblichen und männlichen Körperbilder und Mode der verschiedenen Dekaden vollzieht.

Museum Schloss Moyland | www.moyland.de


GABO, Eva Padberg, Fine art print/Hahnemühle Büttenpapier © GABO

Jojo Gronostay, Still aus der Video-Installation MAGIC CANNOT CROSS THE SEA, 2022 © Jojo Gronostay

Wien (A)

(Con)temporary Fashion Showcase: Jojo Gronostay
Magic cannot cross the sea
3.9. – 4.12.2022

Als dritte Position im Rahmen der Reihe (Con)temporary Fashion Showcase bespielt Jojo Gronostay das MAK Geymüllerschlössel mit einer künstlerischen Arbeit zu den sogenannten Sapeurs von Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo. Die Sapeurs, meist Männer aus prekären Verhältnissen, deren Fetisch für Markenmode eine spirituelle Dimension angenommen hat, inszenieren sich dandyhaft in kostspieligen Anzügen und machen die Straßen mit performativen Bewegungen zu ihrem Laufsteg. In seiner Videoinstallation MAGIC CANNOT CROSS THE SEA kontextualisiert Gronostay Videoaufnahmen der Sapeurs mit musealen Bekleidungsobjekten und thematisiert damit das eurozentristische Verständnis von Mode, mit dem Kostümsammlungen klassischer kunstgewerblicher Museen angelegt wurden.

MAK Museum für angewandte Kunst | www.mak.at

Erika Holst (1917–1946), Drei Tageskleider, um 1938-42 © Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg Foto: Anne Schönharting

Hamburg

DRESSED
7 FRAUEN – 200 JAHRE MODE
25.2. – 28.8.2022

Die eigene Garderobe gehört zum persönlichsten Besitz eines Menschen. Nichts ist uns körperlich näher. Neben ihrer praktischen Funktion ist sie außerdem ein nuancenreiches Mittel der Kommunikation und der Selbst- gestaltung. Die Ausstellung DRESSED. 7 FRAUEN – 200 JAHRE MODE stellt sieben modebewusste Frauen und ihre Garderoben vor, beginnend im 19. Jahrhundert bis heute. Im Mittelpunkt stehen die Trägerinnen, die zugleich Performerinnen und Konsumentinnen von Mode sind, ihre Persönlichkeiten und ihre Biografien. Ob Haute Couture, Alltags-, Protest- oder Avantgardemode: So unterschiedlich wie die Lebensläufe sind auch ihre Kleider. Sie erzählen von Ehefrauen der gehobenen Gesellschaft, von einem durch Krankheit gezeichneten Dasein, von „Power Dressing“ und Selbstbewusstsein in der Chefetage, von der Hamburger Punkszene und der widerständigen Ästhetik einer Kunst- und Designsammlerin.

Die Auswahl der Protagonistinnen erfolgte nicht nach Status oder Prominenz, sie bildet vielmehr eine möglichst große Vielfalt von weiblichen Lebensentwürfen und deren modischem Ausdruck ab. Ausgehend von der Sammlung Mode und Textil im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) zeichnen rund 150 Kleidungsstücke und Accessoires sieben Lebenslinien sowie 200 Jahre Mode-, Emanzipations- und Zeitgeschichte nach. Sie stammen von bekannten Designer*innen, Couturi*ères und Modeateliers wie Worth, Elsa Schiaparelli, Yves Saint Laurent, Yohji Yamamoto, Rei Kawakubo oder Martin Margiela, aber auch von anonymen Schneiderinnen und Hausnäherinnen. Ergänzt werden sie um biografische Zeugnisse, Fotografien und Dokumente.

Museum für Kunst und Gewerbe|www.mkg-hamburg.de